So., 12.11.2017

Volleyball: DVV-Pokal USC erledigt die Pflicht in Stralsund fast mühelos

Trio der Erfahrenen: Mareike Hindriksen (l.), Ines Bathen und Lisa Thomsen (r.) zogen mit dem USC ins Viertelfinale ein.

Trio der Erfahrenen: Mareike Hindriksen (l.), Ines Bathen und Lisa Thomsen (r.) zogen mit dem USC ins Viertelfinale ein. Foto: fotoideen.com

Münster - 

Der USC Münster gab sich im Achtelfinale des DVV-Pokals überhaupt keine Blöße und setzte bei den Stralsunder Wildcats seinen bemerkenswerten Lauf eiskalt fort. Beim 3:0-Erfolg wechselte Trainer Teun Buijs – abgesehen von der Liberastelle – nicht einmal.

Von Thomas Rellmann

Als sich Teun Buijs am frühen Sonntagabend ans Steuer des Kleinbusses setzte, hatte er kaum Sorgenfalten auf der Stirn. Der Trainer des USC Münster, der gleichzeitig als Fahrer seiner Mannschaft zurück von der Ostsee nach Westfalen fungierte, hatte ein sehr konzentriertes Spiel seiner Mannschaft bei den Stralsunder Wildcats gesehen. Mit 3:0 (25:16, 25:18, 25:23) gewann der Bundesligist im Achtelfinale des DVV-Pokals gegen den Spitzenreiter des Unterhauses. Nun kommt in zwei Wochen samstags Allianz MTV Stuttgart zur Runde der letzten acht an den Berg Fidel.

Bemerkenswert war, dass der Coach in den 69 Minuten nicht einmal wechselte. Auch Neuzugang Nadja Schaus, erst am Freitag verpflichtet, kam nicht zum Einsatz. „Ich wollte den Rhythmus nicht durcheinanderbringen. Wir brauchten Konstanz und Vertrauen in die Mitspieler“, sagte ­Buijs. „Wichtig war nur, dass wir gewinnen.“ Die, die auf dem Parkett standen, machten ihre Sache aber auch gut. Roosa Laakkoonen und Juliet Lohuis in der Mitte, Lena Vedder auf Diagonal, Ines Bathen und Ivana Vanjak außen sowie Libera Lisa Thomsen – und nicht zu vergessen Zuspielerin Mareike Hindriksen, die später als wertvollste Kraft ausgezeichnet wurde. „Sie weiß genau, was sie tun muss, und hat wichtige Punkte gemacht“, so der Coach, der nur im dritten Satz ein paar Probleme bei seiner Mannschaft sah, als diese sich einige Fehler leistete. „Der Gegner hat allerdings auch gut gespielt und jede Möglichkeit genutzt“, sagte Buijs. Dass bei den Gastgebern viele Beach-Kräfte auf dem Feld standen, machte die Abwehr-Arbeit für den USC etwas schwieriger. Dafür erzeugte der Favorit viel Druck über den Aufschlag und generierte so eine zweistellige Zahl an Zählern. „Das hat dem Gegner richtig wehgetan“, betonte Buijs. Der Angriff funktionierte gut, der Block auch. Vor 490 Zuschauern war es letztlich eine klare Angelegenheit zugunsten des Bundesligisten, der nun zwei echte Reifeprüfungen vor der Brust hat. Nächsten Sonntag tritt der USC zum Punktspiel in Stuttgart an, eine Woche später gastieren die Schwaben dann in Münster. „Dann werden wir sehen, wie weit wir sind.“ Sagte Buijs und setzte sich auf den Fahrersitz. Mit dem erhofften Resultat ließ sich die fünfeinhalbstündige Rückreise dann doch etwas gelassener über die Bühne bringen.



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