Fr., 17.11.2017

Volleyball: Bundesliga USC Münster: Punkten oder lernen beim Auswärtsspiel in Stuttgart

Gut unterwegs: USC-Trainer Teun Buijs und die Finnin Roosa Laakkonen.

Gut unterwegs: USC-Trainer Teun Buijs und die Finnin Roosa Laakkonen. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Das wird eine kniffelige Aufgabe für die Volleyballerinnen des USC Münster: Am Sonntag ist der Bundesligist beim letztjährigen Vizemeister und Pokalsieger MTV Stuttgart gefordert. Erstmals streift Neuzugang Nadja Schaus das USC-Trikot über.

Von Wilfried Sprenger

Das letzte Auswärtsspiel bestritt der USC Münster mit nur zehn Spielerinnen. In Potsdam biss sich der Volleyball-Bundesligist trotz dünner Decke zum 3:1 durch. Inzwischen hat der Kader Zuwachs durch Ex-Nationalspielerin Nadja Schaus erhalten. Und die junge Luisa Keller ist auch wieder im Training. „Das ist gut, aber beide werden uns natürlich nicht sofort helfen können“, sagt Trainer Teun Buijs.

Am Sonntag (14.30 Uhr) sind die Unabhängigen beim Vizemeister MTV Stuttgart gefordert. Ein schwieriges Spiel für den Tabellenzweiten. „Natürlich fährst du dahin, um etwas mitzunehmen. Wenn es nicht klappt, wollen wir zumindest lernen und wertvolle Erfahrungen sammeln“, meint Buijs. Sehr akribisch hat sich der Niederländer auf die Auswärtsaufgabe vorbereitet. „In dieser Woche habe ich jeden Tag ein Stuttgart-Video geschaut.“

Trotz fabelhaften Saisonstarts mit vier Dreiern in fünf Begegnungen reist Münster als Außenseiter ins Ländle. In Baden-Württemberg prallt der USC auf ein Team mit geballter internationaler Erfahrung. „Viele Spielerinnen spielen bereits seit drei, vier Jahren auf einem sehr hohen Niveau und haben auch schon Preise gewonnen“, erklärt Buijs.

Gleichwohl sollten die Gäste nicht chancenlos sein. Die Erfolge in Potsdam und gegen Wiesbaden haben Münsters Selbstvertrauen enorm gestärkt. Und dem Trainer gezeigt, auf dem richtigen Weg zu sein. „Wenn man gewinnt, gibt das allen Beteiligten ein gutes Gefühl, natürlich auch mir“, sagt Buijs.

Die Partie in Stuttgart beschert Schaus ein Bundesliga-Comeback. Der Coach hat die Neue im Training besonders beobachtet. Sein Eindruck: „Das sah gut aus, Nadja ist gut unterwegs.“ Und flexibel – die 33-Jährige kann in der Mitte und auf der Diagonalen spielen.

In der Startaufstellung steht Schaus allerdings noch nicht. Die Spielerin werde eine Weile brauchen, um ihr bestes Niveau abrufen zu können, meint der Coach und versichert: „Wir geben ihr die Zeit.“



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