Do., 23.11.2017

Volleyball: DVV-Pokal Stuttgart ist der Angstgegner des USC im Cup-Wettbewerb

Pokalsieg: Der USC gewann 1997 mit (v. l.) Anja Krause, Christina Schultz, Nancy Celis, Ulrike Schmidt, Wendy Stammer, Eva Stepancikova und Gudula Staub den Cup.Wiedersehen am Netz: Ines Bathen (r.) und Renata Sandor (l.) waren schon 2014 im Pokal Gegnerinnen. Nichole Lindow (M.) dagegen ist am Sonntag nicht mehr dabei.

Pokalsieg: Der USC gewann 1997 mit (v. l.) Anja Krause, Christina Schultz, Nancy Celis, Ulrike Schmidt, Wendy Stammer, Eva Stepancikova und Gudula Staub den Cup.Wiedersehen am Netz: Ines Bathen (r.) und Renata Sandor (l.) waren schon 2014 im Pokal Gegnerinnen. Nichole Lindow (M.) dagegen ist am Sonntag nicht mehr dabei. Foto: dpa

Münster - 

Lange Jahre war der DVV-Pokal eine Art Lieblingswettbewerb des USC Münster. Das hat sich im vergangenen Jahrzehnt geändert. Seit 2005 gab es keinen Triumph mehr, seit 2006 keine Finalteilnahme. Schuld war mehrfach Allianz MTV Stuttgart – der Gegner im Viertelfinale am Sonntag.

Von Henner Henning

Im Pokal ist der Weg zum Titel der kürzeste. Vier Siege – und zack, die Trophäe wandert in die Vitrine. Bereits elf Mal ist der USC Münster diesen Weg gegangen, letztmals im Jahr 2005. In der aktuellen Saison haben die Unabhängigen den ersten Schritt mit dem 3:0-Erfolg bei den Stralsunder Wildcats gemacht, nun soll am Sonntag (18 Uhr) der nächste folgen. Doch gegen Allianz MTV Stuttgart hat der USC in diesem Wettbewerb keine guten Erfahrungen gemacht.

Der DVV-Pokal und Münster – das war lange eine innige Liebesbeziehung. Gleich die ersten vier Auflagen von 1973 bis 1976 gewann der USC um Uschi Westphal und Annedore Richter. 1979 folgte der fünfte Streich, ehe in den 1980ern erstmals die Liebe abkühlte. Doch das Herz des USC flammte wieder auf, 1991 sowie 1996 und 1997 – Ulrike Schmidt (heute Koppers) war immer dabei – trugen sich die Grün-Weißen in die Siegerliste ein. Drei Jahre später sowie 2004 und 2005 gab es jeweils mit Johanna Thewes die bislang letzten Siegesfeiern, vor zwölf Jahren vor über 1000 mitgereisten Fans in Bonn.

Doch seitdem heißt es warten, warten und nochmals warten am Berg Fidel. 2006 war der USC noch einmal nah dran am Pott – im Endspiel im Gerry-Weber-Stadion aber war der Schweriner SC vor über 11 000 Zuschauern – allein aus Münster waren 40 Busse mit Fans nach Halle gefahren – beim 3:0 zu stark. Elf vergebliche Anläufe nahm Münster seitdem, meist (acht Mal) war das Viertelfinale Endstation, einmal gar Runde eins (2010 nach dem 2:3 gegen das Allgäu Team Sonthofen).

Zwei Mal ging es immerhin noch bis in die Vorschlussrunde – und da kommt dann auch Stuttgart ins Spiel. 2014 und 2015, jeweils im Dezember und jeweils mit 3:0, bremsten die Schwaben den USC aus. Damit bauten sie ihre Serie aus, nachdem die Mannschaft bereits 2011 (3:1) und 2012 (3:0) in der Runde der letzten acht Münster aus dem Pokal geworfen hatte.

Die Statistik also gibt wenig Hoffnung. Aber Moment mal, ein Erfolgserlebnis gab es dann doch gegen den MTV. 2013 in Runde eins – na gut, es war die zweite Mannschaft der Schwaben. Aber dies und die Tatsache, dass jede Serie irgendwann einmal reißen muss, lässt die Hoffnung dann doch wieder etwas wachsen.



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