Fr., 08.12.2017

Volleyball: Damen-Regionalliga Die Mischung aus Talenten und Routiniers stimmt beim USC Münster II

Trio mit sechs Fäusten: Tom kleine Holthaus (oben v. l.), Peter Janotta und Cheftrainer Axel Büring teilen sich das Vergnügen, mit einer ganz besonderen USC-Mannschaft zu arbeiten.

Trio mit sechs Fäusten: Tom kleine Holthaus (oben v. l.), Peter Janotta und Cheftrainer Axel Büring teilen sich das Vergnügen, mit einer ganz besonderen USC-Mannschaft zu arbeiten. Foto: Thomas Austermann

Münster - 

Talente und alte Haudegen – das ist die Mixtur, mit der die zweite Mannschaft des USC Münster aktuell die Regionalliga dominiert. Die Verantwortlichen sind so ehrlich und betonen, dass der Zusammenschluss nach dem Abstieg aus der 2. Liga und der verpassten Drittliga-Lizenz aus der Not geboren wurde.

Von Thomas Austermann

Die Gegnerinnen kommen nicht nur aus Köln und Aachen, sondern auch aus Lüdinghausen, Geldern oder Herten. Und diese Teams gucken immer ganz genau hin, wer da in die andere Kabine geht. Bisweilen nämlich erscheinen da prominente Spielerinnen. Die neue zweite Damen-Mannschaft des USC Münster rockt die Volleyball-Regionalliga West auch dank einer vortrefflichen Mischung, die immer besser zu einer Einheit zusammenfindet.

In Ermangelung einer hochkarätig aktiven Zweiten bildete der Club eine ganz neue „Reserve“ im Spielbetrieb des Westdeutschen Verbands. „Als Konzept kann sich ja niemand so etwas ausdenken“, beleuchtet Axel Büring die Neuerung aus der Not heraus, die zur Tugend werden soll. Zum grundsätzlichen Teambuilding wurde „auf allen Kanälen gefunkt“ (Büring), jedoch niemand aus anderen Clubs wirklich offensiv angesprochen. Einem öffentlichen Aufruf folgten 16 Spielerinnen, genau ein Quartett heuerte an. Der neue Vizepräsident Sport, Büring eben, übernahm das Traineramt und begeisterte sofort herausragend gute, weil bewährte ­Asse zum Mitmachen nach ihren Möglichkeiten.

Linda Dörendahl (33) ist dabei, wenngleich im Jahr eins nach ihrem Rückzug aus der Bundesliga nicht mehr als Libera auf dem Platz. Johanna Thewes (43) steht parat, Judith „Sylle“ Siebert (40) auch, wenn ihr Trainerinnenamt bei der DJK Sümmern in Iserlohn das zulässt. Sarah Petrausch (27) hilft mit, wenn sie nicht gerade als Trainerin der USC-Dritten gefordert ist. Und Teresa Mersmann (27), die ausgezeichnete Beacherin, gehört auch zum Aufgebot. Als Teammanagerin regelt Ute Zahlten den ganzen organisatorischen Kram.

„Dass die nicht drei Mal pro Woche trainieren wie die anderen, ist doch klar“, traf Büring klare Absprachen fürs stressfreie Miteinander. „Aber das Mitwirken dieser USC-Größen ist ein Geschenk. Für das Team und für den Club.“ Denn erstens „entwickeln sich die vielen ganz jungen Spielerinnen über die Maßen mit dieser geballten Routine an der Seite“, und zweitens sei das­ ­Engagement der Könnerinnen Beleg für neu gestärktes Miteinander bei den Un­abhängigen. Der Coach sagt: „Sportlich gesehen ist es unser Ziel, den Nachwuchsspielerinnen eine Perspektive zu geben. Auch durch ein Regionalliga-Team, in dem wir für gutes Training, eine glatte Organisation und garantierten Spielbetrieb verantwortlich zeichnen.“

Der viel beschäftige Büring hat ehemalige und langjährige Mitstreiter gewonnen, die das Coachen beim Spiel übernehmen, wenn er unabkömmlich ist. Tom kleine Holthaus, der vor zehn Jahren beim USC aufhörte, Peter Janotta und Christoph Kesselmeier. „Wenn der beste Kumpel anfragt, dann hilft man“, formuliert Janotta. Ihm macht dieser Job „großen Spaß“. Kleine Holthaus hat schnell mitbekommen, „wie die Jungen sich was ab­gucken. Das ist doch klasse, wie schnell die lernen.“



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