Di., 12.12.2017

Volleyball: Damen-Bundesliga USC Münster mit Mersmann zum VfB Suhl

Teresa Mersmann steht erstmals seit langer Zeit wieder im Bundesliga-Kader des USC Münster. Die 27-Jährige könnte auf der Diagonalposition zum Einsatz kommen.

Teresa Mersmann steht erstmals seit langer Zeit wieder im Bundesliga-Kader des USC Münster. Die 27-Jährige könnte auf der Diagonalposition zum Einsatz kommen. Foto: pl

Münster - 

Aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls von Lena Vedder auf der Diagonalposition fährt Teresa Mersmann mit dem USC Münster zur Auswärtspartie beim VfB Suhl. Am Mittwochabend könnte die Beach-Spezialistin ein überraschendes Debüt geben.

Von Wilfried Sprenger

Not macht erfinderisch. Auf die Erkrankung von Ivana Bulajic hat der USC Münster mit der Nachverpflichtung von Nadja Schaus reagiert. Nun fällt mit Lena Vedder auch die zweite Diagonalangreiferin aus. Für sie rückt im Auswärtsspiel am Mittwoch beim VfB Suhl (19 Uhr) Teresa Mersmann ins Team.

Die 27-Jährige engagierte sich in der Vergangenheit überwiegend in der Beach-Sparte. Ihr letztes Bundesliga-Spiel bestritt sie vor mehreren Jahren. Sportleiter Axel Büring machte sich für das Comeback Mersmanns, die in dieser Saison bereits im Regionalliga-Team eingesetzt wurde, stark. „Axel hat mir Teresa empfohlen. Am Mittwochmorgen trainiert sie in Suhl erstmals mit uns. Danach werden wir sehen, wie sie uns helfen kann“, sagte Trainer Teun Buijs am Dienstag vor der Abreise.

Die Begegnung in Thüringen ist Münsters letzte Station in der Hinrunde. Es folgt das NRW-Duell gegen Aachen am Sonntag – danach dürfen sich die USC-Volleyballerinnen auf Weihnachten freuen. Die Rückrunde beginnt für sie direkt wieder mit einer Dienstreise nach Thüringen. Am 6. Januar geht es zum Vorletzten SW Erfurt.

Zunächst jedoch Suhl. Münster ist Favorit. Der VfB gewann nur zwei seiner acht Spiele – gegen den VC Olympia und jüngst in Erfurt. So wird es schwierig, die Playoffs zu erreichen. Der USC hat ganz andere Ziele, aktuell ist er Vierter, es wäre eine fabelhafte Ausgangsposition vor den K.o.-Runden. Mit viel Mut und Leidenschaft hat sich Münster in Stellung gebracht, in Suhl und gegen Aachen soll die glänzende Halbrunde veredelt werden.

Jedoch wachsen die personellen Sorgen. Ines Bathen (Bänderriss im Sprunggelenk) fehlt an diesem Mittwoch ebenso wie Vedder (Kniebeschwerden). Bathen könnte gegen Aachen wieder dabei sein. „Wir haben Hoffnung. Zumindest ein bisschen“, sagt Buijs. Im Fall von Vedder mag der Coach keine Prognose abgeben. „Lena hat Schmerzen. Wir wissen noch nicht genau, was es ist“, erklärte der Niederländer.

Wer sie auf der wichtigen Diagonalposition vertritt, wird Buijs erst am Spieltag entscheiden. Der 57-Jährige sieht drei Optionen. „Nadja kann das, Luisa Keller auch.“ Und dann ist da ja noch Kader-Neuling Mersmann. „Ja“, sagt Buijs, „Teresa habe ich auch auf dem Zettel.“

Vier Fragen an Teresa Mersmann

Bundesliga-Comeback nach acht Jahren. Das muss Sie sehr überrascht haben, oder?

Teresa Mersmann: Ja natürlich. Axel Büring hat mich am Dienstagmorgen angerufen und gefragt, wie spontan ich sei.

 

Ihre Antwort?

Mersmann: Mittelmäßig spontan. Als er mir erklärt hat, dass ich mit nach Suhl fahren soll, habe ich dann aber ganz schnell meine Tasche gepackt.

 

Erinnern Sie sich eigentlich noch an Ihr letztes Erstliga-Spiel?

Mersmann: Ja, das muss 2009 auswärts in Aachen gewesen sein. Wir haben gewonnen.

 

Was wünschen Sie sich für Ihr Comeback?

Mersmann: Unabhängig von einem Einsatz finde ich es schon ziemlich cool, dabei zu sein. Mir ist das eine wirkliche Ehre. Sollte ich tatsächlich Einsatzzeit bekommen, möchte ich gern ein paar Punkte machen und so zu einem guten Ergebnis für den USC beitragen.



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