Fr., 15.12.2017

Volleyball: Bundesliga Aussicht auf Erholung für die Frauen des USC Münster

Kämpfen ist eine besondere Tugend des USC. Auf diesem Foto geht Mareike Hindriksen in die Knie. Beobachtet von Juliet Lohuis (links) und Lisa Thomsen.

Kämpfen ist eine besondere Tugend des USC. Auf diesem Foto geht Mareike Hindriksen in die Knie. Beobachtet von Juliet Lohuis (links) und Lisa Thomsen. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Kommt da jetzt wirklich noch Sahne auf die Torte? Mit einem Heimspiel gegen Aachen beenden die Volleyballerinnen des USC Münster am Sonntag die fabelhafte Hinrunde. Trainer Teun Buijs kann wieder auf Roosa Laakkonen zurückgreifen, der Einsatz von Ines Bathen ist ungewiss.

Von Wilfried Sprenger

In Münsters Wohnstuben wird am Sonntag die dritte Kerze entzündet, am Berg Fidel hoffen sie auf ein letztes Volleyball-Feuerwerk im auslaufenden Jahr. Das finale Hinrundenspiel (14.30 Uhr) beschert den USC-Damen NRW-Konkurrent Ladies in Black Aachen als Gegner. Es trifft der Tabellenvierte auf den -fünften, das dürfte stimmungsvoll werden. Und könnte richtungsweisend sein. Im Erfolgsfall würden die Unabhängigen Anschluss zum Spitzentrio halten und die Verfolger Aachen und Wiesbaden zunächst distanzieren. Diese Aussicht ist lohnenswert genug, um kurz vor dem Fest noch einmal alle Kräfte zu bündeln.

Alle Kräfte? Zuletzt hat sich das Personal beim Bundesligisten ziemlich dezimiert. Doch für Sonntag sieht Trainer Teun Buijs ein wenig Licht am Ende des Tunnels. Die Finnin Roosa Laakkonen kehrt definitiv in den Kader zurück. Und auch im Fall der am Sprunggelenk verletzten Ines Bathen gibt es ein wenig Hoffnung. „Vielleicht kann uns Ines in der Annahme und in der Abwehr helfen. Wir werden das nach dem Training am Samstag entscheiden“, sagt Buijs.

Eigentlich hätte der Niederländer in diesen Tagen allen Grund zu klagen. Nach Ivana Bulajic fällt nun auch Lena Vedder (Kreuzbandriss) für den großen Rest der Saison aus. Bathen musste bereits drei Mal ersetzt werden, jüngst in Thüringen auch Laakkonen. Buijs spricht von „viel Pech“, er hadert aber nicht. „Das gehört im Topsport ein bisschen dazu“, sagt er, „wichtig ist, nach Lösungen zu suchen und diese auch zu finden.“ Bislang haben Buijs und seine Schützlinge alle Klippen umschifft. Das war ihnen nicht wirklich zugetraut worden, diese Hinrunde läuft tatsächlich famos. Was Axel Büring, der Sportliche Leiter, gern bestätigt: „Wir haben hervorragend Volleyball gespielt und dabei maximal gepunktet.“

Nun soll gegen Aachen noch die Sahne auf die Torte. Seit Donnerstag präpariert sich Buijs für den Jahres-Kehraus. Nach der Dienstreise ins Thüringische hat er seinem Team einen Tag freigegeben. Er selbst hat gearbeitet, es gibt angesichts der personellen Probleme viel zu tun und viel zu bedenken. Bis Sonntag müssen alle durchhalten, irgendwie.

Vielleicht legt die Aussicht auf freie Tage die letzten Kräfte komplett frei. Nach Aachen kommt für den USC in diesem Jahr nichts mehr, vor Weihnachten werden nur noch die Halbfinals im DVV-Pokal gespielt. Münster hat sie sehr unglücklich verpasst beim großartigen Kampf gegen Titelverteidiger Stuttgart (2:3). Viele Tränen flossen damals, sie sind längst getrocknet. Jetzt freuen sich alle auf eine verdiente Auszeit. Vom 17. bis zum 27. Dezember gibt Teun ­Buijs seinen Spielerinnen frei. Das ist gewiss auch ein bisschen Belohnung für drei ganz starke Monate.



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