So., 17.12.2017

Volleyball: Frauen-Bundesliga USC Münster wehrt sich nach Kräften, unterliegt aber Aachen mit 2:3

Vorbei am Block: Aachens Beste, Nicole Oude Luttikhuis (l.), schmettert vorbei an Nadja Schaus und Juliane Langgemach (r.), die mit dem USC im NRW-Duell 2:3 unterlagen.

Vorbei am Block: Aachens Beste, Nicole Oude Luttikhuis (l.), schmettert vorbei an Nadja Schaus und Juliane Langgemach (r.), die mit dem USC im NRW-Duell 2:3 unterlagen. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Sie kämpften und wehrten sich, hechteten jedem Ball hinterher. Doch am Ende gab es für Volleyballerinnen des USC Münster nur einen Punkt, mit 2:3 unterlag der personell geschwächte Bundesligist im NRW-Duell den Ladies in Black Aachen.

Von Henner Henning

124 Minuten lang hat sich der USC Münster gegen seine vierte Niederlage gewehrt – vergeblich. Mit 2:3 (20:25, 25:23, 28:26, 23:25, 13:15) verlor der Volleyball-Bundesligist das NRW-Duell gegen die Ladies in Black Aachen. Enttäuschend auf den ersten Blick, doch wie so oft in der Saison begeisterte das Team von Teun Buijs mit Willen und Überzeugungskraft.

Einmal mehr startete der USC schlecht, die Unabhängigen kamen kaum in die Gänge. Eigene Fehler im Angriff wie etwa von Lina Alsmeier und Ivana Vanjak oder in der Annahme erschwerten Münster das Unterfangen, den siebten Saisonsieg einzufahren. Beim 4:12 versuchte Buijs per Auszeit erstmals korrigierend einzugreifen, seine Anweisungen aber fruchteten nicht. Bis zum 16:8 war Aachen enteilt, auch wenn der Gastgeber vor 1461 Zuschauern nun besser in der Partie war. Zur Wende im Eröffnungssatz reichte es nicht, auch weil der USC einige Chancen, sich näher an die Kaiserstädter heranzurobben, nicht nutzte. „Man hat gemerkt, dass wir nicht 100 Prozent liefern konnten. Die Energie nach der harten Woche war ein wenig weg, wir haben zu viele Fehler gemacht“, sagte Buijs.

Spiel blieb zerfahren

Und das Spiel seiner Schützlinge blieb zerfahren. Zwar gingen die Unabhängigen nach einem Fehler der früheren USC-Zuspielerin Britt Bongaerts beim 3:2 erstmals in Führung, doch frei von Unzulänglichkeiten war Münster nicht. Was aber stimmte, waren Leidenschaft und Moral. Münster kämpfte, ließ Aachen nicht ziehen. Auf dem Weg zum 17:17 hatten die Ladies in Black leichte Vorteile, ehe Buijs‘ Joker stach. Der Niederländer schickte Teresa Mersmann auf das Feld, und die Aushilfskraft brachte sich prächtig ein. Zwei Servicewinner schoben den USC an, auch wenn es nach dem Netzroller-Ass von Bongaerts zum 23:23 wieder kribbelig war. Doch als Aachens Regisseurin den folgenden Aufschlag ins Aus beförderte, nutzte Münsters Spielgestalterin Mareike Hindriksen die Chance und machte mit ihrer Angabe, die Mckenzie Adams verbockte, den zweiten Abschnitt zu.

Der Befreiungsschlag aber war der Ausgleich nicht, Münster wackelte weiter. Mit einem Doppelwechsel – Mersmann und Hoenhorst kamen für Schaus und kurzfristig für Vanjak – versuchte Buijs, den frühen Rückstand (2:7) wettzumachen. Zunächst vergebens: Aachen blieb zu stabil im Side-Out, auch weil Münster auf seinen Gast zu wenig Druck ausübte. Aber typisch für diese Mannschaft schenkte der USC den Satz nicht her. Aus dem 19:23 machten die Unabhängigen mit Juliane Langgemach beim Aufschlag ein 24:23 und verwandelten nach einem Block von Juliet Lohuis den vierten Satzball. Die Halle Berg Fidel bebte.

Vierter Satz, gleicher Auftakt

Der Lärmpegel sank aber direkt wieder. Denn es galt: Vierter Satz, gleicher Auftakt. Die Ladies in Black legten erneut vor, führten nach einem Ass von Tessa Polder 7:3 und hielten dieses Polster bis zum 23:17. Doch dann startete Münster seine nächste Aufholjagd und hatte nach dem 6:0-Lauf inklusive zweier Vanjak-Winner per Aufschlag beim 23:23 die Chance auf den Sieg. Diesmal aber ließ Aachen ein USC-Comeback nicht zu, Adams schickte beide Teams in den Tiebreak.

In dem war Münster sofort da. Vanjak stellte mit zwei Punkten auf 5:3, später besorgte Hindriksen das 10:7. Doch auch Aachen bewies Comeback-Qualitäten, drehte den Rückstand in ein 12:10. Wahnsinn dieses Auf und Ab, auch Münster hatte eine Antwort parat. 12:12. Spannender ging es kaum, auch zwei Ballwechsel später war es ausgeglichen. Das Ende kam abrupt und jäh für den USC, der nach dem missglückten Angriffsschlag von Hoenhorst mit einer Niederlage das Jahr beendet.



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