Mi., 20.12.2017

Beachvolleyball Kim Behrens bleibt im Kader und im Sand

Beachvolleyball: Kim Behrens bleibt im Kader und im Sand

Ihre Karriere geht weiter: Kim Behrens ist auch 2018 im DVV-Kader. Foto: CEV

Münster - 

Der USC Münster wird eine starke Beachvolleyballerin verlieren, doch die Karriere von Kim Behrens geht nach langer Ungewissheit weiter. Die baggernde und schmetternde Polizistin startet künftig für einen Verein in Baden-Württemberg.

Von Henner Henning

Die Ungewissheit war groß und hielt zu allem Überfluss lange an. Doch jetzt hat Kim Behrens (USC Münster) endlich die Sicherheit: Ihre Karriere als Beachvolleyballerin geht auch 2018 weiter.

Die frohe Kunde kam per E-Mail, die Freude über den positiven Bescheid war riesig. Die 25-Jährige behält im kommenden Jahr ihren Kaderstatus beim Deutschen Volleyball-Verband, gehört dann zum DVV-Perspektivteam – eine unabdingbare Voraussetzung, um den Leistungssport mit ihrem Beruf zu verbinden. Denn ohne Kaderzugehörigkeit hätte Behrens ihren Förderstatus bei ihrem Dienstherrn – dies ist für die in Stuttgart lebende und arbeitende Polizei-Kommissarin das Land Baden-Württemberg – verloren. Es wäre gleichbedeutend mit dem Ende ihrer zuletzt so erfolgreichen Laufbahn gewesen.

Doch nun kann Behrens, die künftig nicht mehr für den USC, sondern für einen Verein in ihrem Bundesland spielen wird, weiter im Sand angreifen – und wird dies an der Seite von Sandra Ittlinger tun. Das Duo spielt seit Oktober zusammen und kann mit fünften Plätzen in Qinzhou (China) und Sydney sowie mit Rang zwei in Aalsmeer bereits auf positive Ergebnisse schauen. Aktuell bereiten sich die beiden an Ittlingers Studienort Berlin im Sportforum Hohenschönhausen auf die kommenden Aufgaben (im Januar warten die Turniere in Den Haag und Prag) vor. Ein Wechsel an den Bundesstützpunkt Hamburg hatte das Duo im Vorfeld ausgeschlossen – und das Nein zu dem Verbandsprojekt ließ Behrens lange zittern. „Es ist schön, dass es nun so gekommen ist und wir loslegen können“, sagt Behrens, die neben Berlin auch weiter in ihrer Wahlheimat Stuttgart trainieren wird.

Mit Ittlinger arbeitet die frühere Schülerin des Sportinternats Münster künftig mit dem zweimaligen Vize-Europameister und Olympia-Neunten (2012) Kay Matysik (37) zusammen, der das Duo als Coach betreuen wird. „Zumindest bei den Turnieren in Europa wird er dabei sein. Alles über den Teich wird man sehen“, sagt Behrens.

Genau steht ihre Planung noch nicht. Viel wichtiger ist aber ohnehin, die Gewissheit zu haben, weiter dabei im Sand baggern zu können.



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