Mi., 27.12.2017

Volleyball: Damen-Bundesliga Schonzeit für Buijs und den USC ist beendet

Roosa Laakkonen verbrachte Weihnachten in ihrer Heimat. Am Mittwochmorgen kehrte sie mit ihrer Landsfrau Katja Kylmäaho aus Finnland zurück.

Roosa Laakkonen verbrachte Weihnachten in ihrer Heimat. Am Mittwochmorgen kehrte sie mit ihrer Landsfrau Katja Kylmäaho aus Finnland zurück. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Teil eins der Bundesliga-Saison ist für den USC Münster nach Wunsch verlaufen. Auf den zweiten Part bereitet sich das Team nun vor, unter anderem mit einem Spiel gegen eine Männer-Mannschaft. Dabei gilt es, eine große Lücke zu schließen.

Von Wilfried Sprenger

Seit einem halben Jahr hat Teun Buijs seinen Lebensmittelpunkt in Münster. Der USC als Arbeitgeber ist mit dem Schaffen des Volleyball-Trainers sehr zufrieden, auf der Geschäftsstelle schätzen sie die verbindliche und freundliche Art des Niederländers. Bis zum 4. Januar sind die Büros an der Sperlichstraße geschlossen, in der Regel schaut Buijs dort täglich vorbei. Das geht zurzeit nicht. „Gar kein Problem“, sagt der 57-Jährige, „der wichtigste Platz in Münster ist sowieso die Sporthalle.“ Seit Mittwoch präpariert sich der Bundesligist für die Rückrunde.

Die Spielerinnen des USC waren über die Weihnachtstage bei ihren Familien, auch der Coach feierte das Fest mit Frau und Kindern. Am 1. Weihnachtstag wurde Grünkohl serviert. „Sehr lecker“, befand Buijs, „Weihnachten ist immer eine schöne Zeit. Aber jetzt geht mein Blick wieder zum Volleyball.“ Streng genommen war der Profi schon am Dienstag wieder am Ball. Mit Tochter Anne schaute er am Bildschirm das Liga-Spitzenspiel zwischen Schwerin und Stuttgart (3:0). Buijs: „Da waren wir besser als Stuttgart.“ Tatsächlich nahm der USC zwei Sätze und somit einen Punkt aus Mecklenburg-Vorpommern mit. Münster spielte eine fabelhafte Hinrunde. Gleichwohl gibt es viel zu tun in diesen Tagen. Nach dem Ausfall von Lena Vedder (Kreuzbandriss) macht sich der Trainer Gedanken um die Besetzung der wichtigen Diagonalposition. „Wir müssen jetzt in kurzer Zeit ein paar Dinge testen, um die beste Option zu finden.“ Vielleicht kann Liza Kastrup (18) helfen. Die ehemalige Stützpunktspielerin kehrte vor einigen Wochen aus den USA zurück und absolvierte am Mittwoch eine erste Trainingseinheit mit dem Bundesligateam der Unabhängigen. „Ich habe Liza schon im Juni gesehen. Sie ist Linkshänderin und sehr talentiert“, meint Buijs.

Der größte Teil der Liga-Konkurrenten kämpft(e) in dieser Woche um Punkte. Münster spielt der Kalender in die Karten, die Zeit ohne harten Wettkampf sollte der Mannschaft guttun. Vor Weihnachten war der Akku bei allen ziemlich leer. Für Freitag hat Buijs einen Test vereinbart. Beim Partnerverein SG Coesfeld tritt sein Team um 20 Uhr gegen die Männermannschaft an, zuvor (ab etwa 18.30 Uhr) gibt es ein öffentliches Training im dortigen Schulzentrum.

Der USC wird das Intermezzo gewiss nutzen, um kleine Weichen für die Rückrunde zu stellen, in der mit Stuttgart, Dresden und Schwerin alle Spitzenteams an den Berg Fidel kommen. Zunächst jedoch steht am 6. Januar das Auswärtsspiel in Erfurt an.

► Luisa Keller und Lina Alsmeier zählen in dieser Woche nicht zum Trainingskader des USC. Keller spielt mit dem VC Olympia Münster ein internationales Turnier in Italien. Alsmeier soll sich in den Schulferien ein bisschen schonen.



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