Di., 20.02.2018

Volleyball: Frauen-Bundesliga USC benötigt Erfolgserlebnis beim VCO Berlin

In Berlin beim Schlusslicht VCO will der USC mit (v.l.) Ines Bathen, Luisa Keller, Juliet Lohuis, Lina Alsmeier, Roosa Laakkonen und Mareike Hindriksen nach einer langen Phase ohne Erfolgserlebnis endlich einmal wieder über einen Sieg jubeln.

In Berlin beim Schlusslicht VCO will der USC mit (v.l.) Ines Bathen, Luisa Keller, Juliet Lohuis, Lina Alsmeier, Roosa Laakkonen und Mareike Hindriksen nach einer langen Phase ohne Erfolgserlebnis endlich einmal wieder über einen Sieg jubeln. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Als haushoher Favorit fährt der USC Münster am Mittwoch zum VCO Berlin. Das Schlusslicht hat noch keinen Punkt ergattert und nur sieben Sätze gewonnen. Der Gast braucht wieder ein Erfolgserlebnis nach vielen, auch personellen, Rückschlägen.

Von Henner Henning

Das Jahr 2018 läuft bislang noch nicht nach dem Geschmack des USC Münster. Geplagt von vielen Verletzungen und Ausfällen gewann der Volleyball-Bundesligist erst eine Partie, und dieser Erfolg (3:0 gegen den SC Potsdam) liegt nun auch schon mehr als vier Wochen zurück. Es wird also Zeit für ein Erfolgserlebnis, das sich der USC am Mittwoch (18 Uhr) beim VC Olympia Berlin holen will.

Erstmals seit Wochen ist Münster dabei der Favorit – ohne Wenn und Aber. Die mit einem Sonderspielrecht ausgestatteten VCO-Talente sind in dieser Saison noch punktlos, gewannen in 17 Partien ganze sieben Sätze. Ein Spaziergang für den USC? Oder gibt es doch eine latente Stolpergefahr? Fragen, mit denen sich Coach Teun Buijs gar nicht in der Tiefe beschäftigen will. „Für mich sind solchen Rollen nicht wichtig. Wir müssen uns auf uns fokussieren und unser Spiel aufziehen“, sagt der Niederländer.

Nur gut, dass er im Vergleich zu den personellen Engpässen der Vorwochen nun wieder mehr Optionen hat. So sind im Sportforum Hohenschönhausen wieder die zuletzt fehlenden Liza Kastrup (Bronchitis) und Ivana Vanjak (Bänderriss im Sprunggelenk) dabei. Kastrup ist wieder komplett einsatzbereit, bei Vanjak wartet Buijs noch das Training am Vormittag ab. „Nach der letzten Einheit in Münster war alles okay, da hat ihr Fuß keine Reaktion gezeigt“, sagt der Coach. Allerdings verzichtete Münsters Hauptangreiferin auch auf Sprünge. Ein Risiko wird der 57 Jahre alte Coach in Berlin auf keinen Fall eingehen, dennoch sagt er: „Es ist wichtig, dass sie wieder dabei ist.“

Wer letztlich in der Startformation stehen wird, ist also noch nicht klar. Zumal sich am Sonntag beim 0:3 gegen den SSC Palmberg Schwerin eine weitere Kandidatin für den Diagonalposten aufgetan hat. Die Mittelblockerin Juliane Langgemach übernahm zeitweise die Rolle von Luisa Keller – und überzeugte durchaus. „Jule hat auf dieser Position schon in Freundschaftsspielen im September gespielt, als Ivana Bulajic ausgefallen war. Am Netz und im Block macht sie es sehr gut, nur aus dem Hinterfeld passt es noch nicht. Aber sie kennt unser System“, erklärt Buijs, der der erst 17-jährigen Keller aber wohl zunächst das Vertrauen schenkt.

Denn der Youngster nutzt die ausgiebige Spielzeit ebenso wie Lina Alsmeier (18). Schritt für Schritt entwickeln sich die beiden Talente, Buijs ist zufrieden mit ihrem Auftreten. „Sie sind in der glücklichen Lage, dass sie eine Menge Zeit auf dem Feld bekommen“, erklärt ­Buijs. Besonders bei Alsmeier ist zu erkennen, dass sich die Angreiferin immer mehr an das Bundesliga-Niveau gewöhnt und sich weiter akklimatisiert. Das zeigen nicht nur die 18 Punkte gegen Schwerin, mit denen Alsmeier zur Top-Scorerin und wertvollsten Spielerin wurde. Eine Wiederholung dieser Leistung wünscht sich der USC – nur das Endergebnis soll sich dabei drehen.



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