Mi., 21.02.2018

Volleyball: Frauen-Bundesliga Kurzarbeit in der Hauptstadt – der USC Münster siegt beim VCO Berlin

Zwölf Punkte steuerte Juliet Lohuis zum souveränen 3:0-Erfolg des USC beim VC Olympia Berlin bei. Die Niederländerin war damit Topscorerin ihrer Mannschaft, die beim Schlusslicht nur in Satz drei kurzzeitig in Bedrängnis kam.

Zwölf Punkte steuerte Juliet Lohuis zum souveränen 3:0-Erfolg des USC beim VC Olympia Berlin bei. Die Niederländerin war damit Topscorerin ihrer Mannschaft, die beim Schlusslicht nur in Satz drei kurzzeitig in Bedrängnis kam. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Das war eine schnelle Nummer: Der USC Münster machte in der Hauptstadt kurzen Prozess und gewann mit 3:0 (25:12, 25:13, 25:23) beim VC Olympia Berlin. Ein Sieg, der nach vier Niederlage in Serie richtig gut tat. Auch wenn er nur eine Pflichterfüllung war.

Von Henner Henning

Der USC Münster hat seine Pflicht erfüllt. Mit 3:0 (25:12, 25:13, 25:23) gewann der Volleyball-Bundesligist beim Schlusslicht VC Olympia Berlin und bestätigte damit seine gute Leistung aus der Partie gegen den SSC Palmberg Schwerin (0:3). Das Team von Trainer Teun Buijs nahm seine Rolle als Favorit an und hielt sich bei seinem achten Saisonsieg nicht länger als nötig auf.

Im Sportforum Hohenschönhausen war der USC bestens aus den Startlöchern gekommen. Schnell und kompromisslos spielte der Gast seine Überlegenheit aus, die Berliner Talente wirkten zunächst komplett überfordert. Nach dem 4:0 von Lina Alsmeier musste VCO-Trainer Martin Frydnes direkt seine erste Auszeit ziehen, eine Wirkung aber entfachte sie nicht. Münster sorgte auch ohne Ivana Vanjak – die Hauptangreiferin der Unabhängigen kam nach ihrer Bänderverletzung im Sprunggelenk in der Hauptstadt noch nicht wieder zum Einsatz – zügig und ohne Umschweife für klare Verhältnisse. Nach 14 Ballwechsel zeigte die Anzeigetafel auf der VCO-Seite ganze zwei Punkte an. Die Entscheidung in Satz eins, den Juliet Lohuis letztlich mit zwei Punkten beendete, war vorzeitig gefallen.

Auch nach dem ersten Seitenwechsel änderte sich vor 95 Zuschauern zunächst nicht viel. Die Buijs-Truppe war weiter die bessere, besonders mit dem schnellen Spiel über Juliane Langgemach und Lohuis setzte Münster Akzente. Doch ab dem 9:4 gönnte sich der USC eine kurze unkonzentrierte Phase. Ein, zwei Ungenauigkeiten in der Annahme, dazu Fehler im Angriff – und schon waren die Nachwuchskräfte vom Bundesstützpunkt im Windschatten des USC (9:8).

Zahlen und Fakten

USC: Mareike Hindriksen, Ines Bathen, Luisa Keller, Lina Alsmeier, Juliet Lohuis, Juliane Langgemach, Lisa Thomsen (Libera) – eingewechselt: Roosa Laakkonen Zuschauer: 95

Spieldauer: 62 Minuten

Satz 1: 4:0, 6:1, 12:2, 15:4, 17:8, 21:9, 23:11, 25:12.

Satz 2: 2:1, 6:2, 9:4, 9:8, 10:9, 17:9, 22:11, 25:13.

Satz 3: 0:1, 3:1, 7:6, 7:8, 9:12, 10:14, 13:14, 13:16, 17:19, 21:19, 23:23, 25:23.

Wertvollste Spielerinnen:

Sindy Lenz (VC Olympia) – Lina Alsmeier (USC Münster)

Die nächste Begegnung:

Ladies in Black Aachen - USC Münster (Samstag, 18 Uhr)

Wie reagierten nun die Unabhängigen, die zuletzt sieben von acht Partien (darunter vier in Serie) verloren hatten? Ganz einfach: ruhig und besonnen. Unbeeindruckt zog Münster in allen Elementen wieder an und zeigte dem VCO die Grenzen auf. Dabei trumpfte bis zum 17:9 besonders Lohuis mit vier Punkten auf. Die Niederländerin war am Ende trotz einer kleinen Pause, als für sie Roosa Laakkonen auf das Feld kam, Münsters Topscorerin. Zwölf Zähler wurden für die 21-jährige Mittelblockerin notiert, die allerdings die goldene Medaille für die wertvollste Spielerin ihrer jungen Teamkollegin Lina Alsmeier überlassen musste. Den zweiten Abschnitt aber beendete eine andere Junioren-Nationalspielerin des USC, Luisa Keller. Die 17-Jährige, die wieder auf der Diagonalposition spielte, besorgte ihrer Mannschaft zunächst Satzbälle in Hülle und Fülle und schmetterte dann selbst den Ball zum 25:13 auf den Boden. „Die ersten beiden Sätze waren taktisch sehr gut. Da hatte VCO keine Antwort auf unser schnelles Spiel über Juliet und Jule“, sagte Buijs.

Alle Zeichen standen auf einen glatten Durchmarsch. Das war aber ein Irrglaube, Berlin ergab sich nicht ohne Gegenwehr. Der VCO gestaltete die Partie nun offen, auch weil Münster die Talente gewähren ließ und nicht mehr so konsequent zu Werke ging. Die Folge: Der VCO schnupperte bis zum 19:17 an seinem achten Satzgewinn der Saison. Doch noch zu rechter Zeit schaltete Münster wieder hoch und profitierte zudem von Berliner Fehlern. Am Ende war es Ines Bathen nach einem Lohuis-Zuspiel, die die USC-Spielerinnen nach 62 Minuten zu Kurzarbeiterinnen machte. „Wir haben etwas in der Konzentration nachgelassen und mehr Fehler gemacht. Aber wir haben uns gut zurückgekämpft, das war wichtig“, sagte Buijs.



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