Fr., 23.02.2018

Volleyball: Frauen-Bundesliga Duell in Aachen wird zum USC-Schlüsselspiel für die Tabelle

Spielt sie oder spielt sie nicht? Der Einsatz von Ivana Vanjak in Aachen ist weiter fraglich.

Spielt sie oder spielt sie nicht? Der Einsatz von Ivana Vanjak in Aachen ist weiter fraglich. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Für den USC Münster brechen die letzten Züge der Hauptrunde an. Am Samstag beim direkten Rivalen LiB Aachen, zwei Wochen später gegen den VfB Suhl – danach wäre das Team gerne Vierter oder Fünfter. Der Schlüssel liegt wohl im ersten der beiden Duelle.

Von Henner Henning

Endspurt in der Volleyball-Bundesliga. Sechs Punkte werden an den beiden letzten Spieltagen der Hauptrunde noch vergeben, für sieben Mannschaften durchaus noch entscheidende Zähler im Hinblick auf die Ausgangslage in den Playoffs. So auch für den USC Münster, der mit einem Sieg am Samstag (18 Uhr) bei den Ladies in Black Aachen weiter Platz fünf (oder gar Rang vier?) im Visier hat.

Die Ausgangslage ist klar. Nur mit einem 3:0 oder 3:1 sind die Unabhängigen weiter im Rennen, bei einer Niederlage könnte schon einen Spieltag vor Hauptrunden-Schluss der siebte Platz zementiert sein. Auf derlei Rechenspiele will sich USC-Trainer Teun Buijs nicht einlassen, vielmehr steht für ihn die Leistung seiner Mannschaft im Vordergrund. Und die war in den beiden vergangenen Spielen (0:3 gegen Schwerin, 3:0 in Berlin) durchaus ansprechend. „Wir haben nach dem Verletzungspech wieder zu unserem Niveau gefunden“, sagt Buijs, der mit dem souveränen Auftritt am Mittwoch beim Schlusslicht logischerweise zufrieden war.

Doch der Niederländer weiß auch, dass im Dreiländereck ein ganz anderes Kaliber wartet. Nicht nur wegen der 2:3-Niederlage im Hinspiel, als der USC eine Woche vor Weihnachten mit etwas Glück zumindest einen Punkt retten konnte, schätzt Buijs die Mannschaft seiner Landsfrau und Trainerin Saskia van Hintum hoch ein. „Aachen ist ein Kandidat für Platz vier“, erklärt der 57-Jährige, der den Ladies in Black aber mit seinem Team einen Strich durch die Rechnung machen will. „Dafür muss unser Spiel auf einem hohen Level sein. Zeigen wir ein gutes Match, bin ich zufrieden“, sagt Buijs.

Nur kurz hatte der Coach Zeit, sein Team auf Aachen vorzubereiten. Am Donnerstag nach der Rückkehr aus Berlin verordnete er seinen Schützlingen nur ein dosiertes Krafttraining, am Freitag dann ging er mit einer Videoanalyse des Gegners und einer dazu passenden Einheit in medias res. Nach dem Training am Samstag bricht Münster dann auf – mit Ivana Vanjak, die zuletzt in Berlin zwar dabei war, aber nach ihrer Sprunggelenksverletzung noch pausierte.

Ob und wie lange die Hauptangreiferin des USC in der Sporthalle an der Neuköllner Straße spielen kann, entscheidet Buijs dann kurzfristig. Ein Risiko aber wird er trotz des wichtigen Duells mit Aachen nicht eingehen. Nur wenn die medizinische Abteilung grünes Licht gibt, wird Vanjak auflaufen – was sicherlich die Siegchancen für die Unabhängigen erhöhen würde.



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