Sa., 24.02.2018

Volleyball: Frauen-Bundesliga USC verliert in Aachen und wird wohl Siebter

Juliet Lohuis, Mareike Hindriksen und Lisa Thomsen (v.l.). 

Juliet Lohuis, Mareike Hindriksen und Lisa Thomsen (v.l.).  Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Vor 1251 Zuschauern hat der USC Münster am Samstagabend das Westduell bei den Ladies in Black Aachen mit 1:3 verloren und muss Platz vier oder fünf in der Tabelle abhaken. Die Gastgeber waren gerade am Netz meistens überlegen.

Von Thomas Rellmann

Der USC Münster muss sich endgültig auf einen hammerharten Gegner im Playoff-Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft einstellen. Nach dem 1:3 (17:25, 22:25, 25:21, 22:25) bei den Ladies in Black Aachen wird das Team die Hauptrunde mit großer Wahrscheinlichkeit an siebter Stelle beenden.

Die Gäste begannen wieder mit der zuletzt angeschlagen pausierenden Ivana Vanjak. Daneben bekamen wie erwartet Juliane Langgemach und Juliet Lohuis im Mittelblock den Zuschlag, Ines Bathen und Lina Alsmeier griffen zudem an, Mareike Hindriksen spielte zu, Libera war Lisa Thomsen. Doch auch in dieser guten Besetzung verschlief Münster ein wenig den Start, lag 3:7, 8:13 und 11:18 zurück. Der große Aachener Block bereitete Probleme, in der Abwehr blieb zudem zu oft nur das Nachsehen. Doch der USC fightete sich noch mal zurück auf 17:19, ehe die Gastgeber sich mit großzügiger Unterstützung sechs Punkte in Serie holte. Den letzten Ball zum Satzgewinn chippte Jelena Sunjic mit Auge zum 25:17 ins Feld.

Äußerst seltsam verlief Durchgang zwei, zumindest was die Punktfolge betraf. Der USC fand gut rein und führte recht deutlich. Doch was dann zwischen den beiden technischen Auszeiten geschah, war schon ein bisschen haarsträubend. Nur ein mickriger Punkt gelang, weil schon die Annahme wackelte und die Angriffe nicht ankamen. Von 8:4 auf 9:16. Der Satz schien weg, doch allmählich pirschten sich die Unabhängigen wieder heran, waren beim 20:21 wieder auf Schlagdistanz, weil Vanjak und Alsmeier zuverlässig punkteten. Doch auch Aachen hat natürlich Qualität, Lindsay Dowd führte klug Regie und brachte ihre Kolleginnen immer wieder in Position. So kam Mckenzie Adams am Ende auf satte 22 Punkte. 25:22 hieß es am Ende.

Durchgang drei ließen sich die Mädels von Trainer Teun Buijs dann aber nicht nehmen. Wieder führten sie mit 8:4, ließen den Gegner herankommen und vorbeiziehen (9:10) und behielt doch die Spannung. Beim 19:16 waren es drei Zähler vor, und danach hielt der USC die Ladies in Black auf Distanz. Hindriksen setzte jetzt ihre Mittelangreiferinnen klug ein, auch Bathen schoss sich etwas ein. Der Aachener Präsenz am Netz stellte sich Langgemach vermehrt entgegen. Mit zwei Blocks zum 25:21 brachte sie ihre Farben ins Zwischenziel.

Auch der vierte Durchgang war eine sehr enge Angelegenheit. Die Grenzstädter hatten meist knapp die Nase vorn, auch weil sich die Münsteraner beim Aufschlag ein paar Nachlässigkeiten erlaubten. Trotzdem hatten sie jetzt ein stabiles Niveau gefunden. Lohuis, Bathen (je zwölf Zähler am Ende) und Langgemach (elf) waren im Rhythmus. Hindriksens Service drehte den Spieß zwischenzeitlich von 12:15 auf 16:15. Doch danach übernahm Aachen wieder den Taktstock. Beim 21:17 sah der Gastgeber wie der Sieger aus, der USC berappelte sich noch mal kurz (21:20) und musste dann bei den letzten Punkten doch wieder feststellen, dass auch das Glück fehlte. 25:22 – die kürzeste Auswärtsfahrt der Saison wurde so eine traurige.



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