So., 25.02.2018

Volleyball: Frauen-Bundesliga Es geht nur noch um Rang sechs für den USC Münster nach der Niederlage in Aachen

Korrigierend eingreifen musste USC-Coach Teun Buijs (r.) in Aachen einige Mal. Letztlich erfolglos, (v.l.) Juliane Langgemach, Lina Alsmeier, die wieder genesene Ivana Vanjak, Juliet Lohuis und Lisa Thomsen verloren mit 1:3.

Korrigierend eingreifen musste USC-Coach Teun Buijs (r.) in Aachen einige Mal. Letztlich erfolglos, (v.l.) Juliane Langgemach, Lina Alsmeier, die wieder genesene Ivana Vanjak, Juliet Lohuis und Lisa Thomsen verloren mit 1:3. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Das war es dann: Durch die 1:3-Niederlage bei den Ladies in Black Aachen hat der USC Münster die Chance auf Platz fünf verspielt. Bestenfalls kann das Team von Trainer Teun Buijs noch Rang sechs erreichen.

Von Henner Henning

Der USC Münster kann den Blick in der Tabelle getrost nach ganz oben richten. Seit der 1:3 (17:25, 22:25, 25:21, 22:25)-Niederlage bei den Ladies in Black Aachen steht fest, dass der Volleyball-Bundesligist in den Playoffs auf den Dresdner SC oder den SSC Palmberg Schwerin treffen wird. Die Plätze vier und fünf sind an Aachen und den VC Wiesbaden vergeben, die Unabhängigen und die punktgleichen Roten Raben Vilsbiburg machen nur noch die Ränge sechs und sieben aus.

Dabei hatte der USC im Dreiländereck durchaus die Gelegenheit, seinen Trainer Teun Buijs zu dessen 58. Geburtstag zu beschenken und sich damit die Möglichkeit auf eine bessere Platzierung zum Ende der Hauptrunde zu wahren. „Wir hatten die Chancen im zweiten und auch im vierten Satz. Da hätten wir den Druck auf Aachen erhöhen können, so aber kam er zurück“, sagte der Niederländer, der dabei etwa an die unglückliche Phase in Abschnitt zwei dachte. Den verlorenen ersten Satz, den Anna Kalinovskaya vor 1251 Zuschauern nach einem Lob von Ines Bathen für die Gastgeber beendet hatte, verpackte Münster gut. Bathen mit zwei Punkten legte die Basis für die Vier-Punkte-Führung, die aber nur von kurzer Verweildauer war. Schon beim 9:8 waren die Ladies in Black wieder in Reichweite, mit Tessa Polder beim Aufschlag enteilte Aachen dann mit einem 8:0-Lauf. „Wir haben grundsätzlich nicht schlecht gespielt. Aber wir konnten diese Serien nicht stoppen, haben keine Lösungen in den schwierigen Situationen gefunden. Das hat auch etwas mit Erfahrung zu tun. Das ist uns Aachen zwei Jahre voraus“, erklärte Buijs, dessen Schützlinge den großen Rückstand nicht mehr aufholten und nach einem Block gegen den Hinterfeldangriff von Lina Alsmeier auch Satz zwei abgaben.

Der „fighting spirit“ (Buijs) aber stimmte beim USC einmal mehr, mit aller Macht stemmten sich die Unabhängigen gegen die drohende Niederlage. Wieder erwischte Münster den besseren Start in den Durchgang und ließ sich anders als zuvor diesmal nicht aus der Ruhe bringen. Auch nicht als Aachen gefährlich heranrückte. Juliet Lohuis, die mit Bathen hinter der wieder genesenen Ivana Vanjak (13 Punkte) mit zwölf Zählern zweitbeste USC-Scorerin war, war beim 21:20 zwei Mal erfolgreich, mit zwei Doppelblöcken (Alsmeier/Juliane Langgemach und Vanjak/Langgemach) verkürzte Münster nach Sätzen – und hoffte damit auf Zählbares.

Punkte aber sollte es für die Grün-Weißen nicht geben. Auch weil sie im vierten Durchgang beim 16:15 nicht mehr die Konstanz und Durchschlagskraft hatten wie noch wenige Minuten zuvor. McKenzie Adams bescherte den Ladies in Black, die ohne die frühere USC-Zuspielerin Britt Bongaerts (Verletzung im Sprunggelenk) auskommen mussten, den ersten Matchball. Zwar verhinderte zunächst Lohuis noch das Spielende, Nicole Oude Luttik­huis aber machte dann alle weiteren Hoffnungen Münsters zunichte.



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