Fr., 02.03.2018

Volleyball: Testspiel USC Ein fast ungetrübtes Wiedersehen für Chiara Hoenhorst

Die Niederländerinnen – hier im Angriff gegen den USC-Block mit Luisa Keller (3) und Roosa Laakkonen – waren bärenstark und behielten am Ende auch das letzte Wort.

Die Niederländerinnen – hier im Angriff gegen den USC-Block mit Luisa Keller (3) und Roosa Laakkonen – waren bärenstark und behielten am Ende auch das letzte Wort. Foto: Christian Besse

Sendenhorst - 

Nicht seinen besten Tag erwischte der USC Münster gegen die niederländische U 19. Die Niederlage hatte aber ihre Gründe, weil – ausgerechnet – eine Holländerin ausfiel. Dafür durfte sich eine ehemalige Sendenhorsterin über Sonderapplaus an ihrer alten Wirkungsstätte freuen.

Von Christian Besse

Eine halbe Stunde war in der Testpartie zwischen Volleyball-Bundesligist USC Münster und der U 19 der Niederlande gespielt, als starker Applaus von der Zuschauertribüne in der Sendenhorster St.-Martin-Halle erklang. Er war nicht etwa einem Ballwechsel geschuldet, sondern einer eingewechselten Spielerin. USC-Trainer Teun Buijs hatte Außenangreiferin Chiara Hoenhorst auf das Parkett geschickt – eine gute alte Bekannte bei den Gastgebern der SG Sendenhorst. Die heute 21-Jährige hatte als Jugendliche bei der SG das Volleyballspielen erlernt und sich als Talent dort schnell für höhere Weihen empfohlen.

„Das war cool“, kommentierte Hoenhorst den eigens von Hallensprecher Raphael Klaes angesagten Wechsel und die Reaktion des Publikums. „Ich habe mich natürlich gefreut, dass so viele hier waren.“ Schon vor der Partie hatte sie mit alten Bekannten aus Vorstand und Trainerteam der SG geplaudert.

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Ich bin sehr glücklich über die Art und Weise, wie wir heute gespielt haben.

U 19-Bondscoach Julien de Vyver

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Nicht ganz so schön war für Hoenhorst, ihre Teamkolleginnen vom USC und Trainer Buijs das sportliche Ergebnis. Mit 1:3 verloren sie am Donnerstagabend gegen den niederländischen Nachwuchs, nachdem sie im vierten Durchgang (25:27) drei Matchbälle abgewehrt, einen eigenen Satzball nicht hatten nutzen können. Auch die Lokalmatadorin war mit sich nicht vollständig im Reinen: „Meine Aufschläge waren ganz gut, aber in den Angriff bin ich gar nicht reingekommen.“

Auch das ganze Team war an diesem Abend nicht in Bestform, obwohl die Niederlage angesichts des Testspielcharakters kein Beinbruch und noch dazu nicht allzu überraschend war. Mit der angeschlagenen Juliet Lohuis, im vergangenen Jahr selbst noch in der niederländischen U 19, und der kranken Lina Alsmeier fehlten Buijs zwei Spielerinnen. „Speziell Juliet hätte uns im Angriff sehr helfen können. Aber das war eine gute Übung für die anderen Mädels“, so der Coach der Unabhängigen.

Natürlich wusste auch sein Gegenüber und Landsmann Julien van de Vyver um den Ausfall von Lohuis beim USC und wollte den nicht eingeplanten Sieg gegen die Münsteranerinnen daher nicht zu hoch bewertet wissen, zumal auch „ein bisschen Glück dabei gewesen“ sei. Aber dennoch, so der Bondscoach: „Ich bin sehr glücklich über die Art und Weise, wie wir heute gespielt haben.“

Vielleicht nicht glücklich, aber mindestes hochzufrieden waren die Organisatoren der SG Sendenhorst. Rund 300 Volleyball-Begeisterte belegten die Zuschauerplätze in der St.-Martin-Halle. SGS-Pressewart Marius Umlauf: „Wir hatten uns noch ein bisschen mehr erhofft. Andererseits haben wir sonst pro Partie nur rund 50 Zuschauer, wenn unsere Bezirksliga-Frauen spielen.



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