Do., 15.03.2018

Volleyball: Bundesliga Frauen USC-Spielerin Ines Bathen lässt Zukunft offen

Einmal USC, immer USC – Ines Bathen spielt seit 2007 für den Volleyball-Bundesligisten.

Einmal USC, immer USC – Ines Bathen spielt seit 2007 für den Volleyball-Bundesligisten. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Auswärts in Schwerin starten die Frauen des USC Münster an diesem Samstag ins Playoff-Viertelfinale. Mittendrin ist Ines Bathen, die 27-Jährige gibt sich kämpferisch und sieht eine Chance. Ende der Spielzeit läuft Bathens Vertrag aus. Was danach kommt, ist noch ungewiss.

Von Wilfried Sprenger

In diesem Sommer muss Ines Bathen eine schwierige Entscheidung treffen. Nach bald abgeschlossenem Lehramt-Studium steht sie auf der Schwelle zum Berufseinstieg. Und was dann? Referendariat? Leistungssport? Oder beides – irgendwie? Das wird eine knifflige Entscheidung. „Alles ist offen“, sagt die 27-Jährige, deren Vertrag beim USC Münster ausläuft. Elf Jahre ist sie nun schon bei den Unabhängigen, Volleyball-Müdigkeit spürt sie nicht. „Wir haben ein ziemliches geiles Team zusammen und ich habe richtig Bock.“ An diesem Samstag starten die Playoffs in der Bundesliga. Münster trifft im Viertelfinale (best of three) auf Meister Schwerin und beginnt auswärts.

Bathen kam 2007 vom RC Sorpesee nach Münster. Eine Saison zuvor hatte der USC noch im Endspiel um den DVV-Pokal gestanden. Es war sein letztes Finale bis zum heutigen Tag. Bathen feierte den größten Erfolg als Nationalspielerin, 2009 wurde sie mit der DVV-Auswahl sensationell U-20-Weltmeisterin. Eine Sternstunde, ziemlich lange her.

Ines Bathen hat beim USC unzählige Spielerinnen kommen und gehen sehen. Sie ist immer geblieben und längst das Gesicht des Clubs. Und auch eines der Liga. Eine Vorzeigeathletin, engagiert auf dem Feld, bescheiden daneben. Und stets positiv, zuversichtlich. Selbst jetzt vor der Herkules-Aufgabe gegen Schwerin. Andere würden jetzt erklären, dass es im Duell mit dem haushohen Favoriten nichts zu verlieren gebe. Bathen aber sagt: „Wir haben etwas zu gewinnen.“

Tatsächlich zog sich der USC in den vorangegangenen Partien mit dem SSC sehr respektabel aus der Affäre. Im Auswärtsspiel im Dezember errang er beim 2:3 (nach 2:0-Führung) überraschend einen Punkt. Daheim verlor er zwar 0:3, aber in allen Sätzen knapp. „Die großen Drei sind schon ziemlich dominant“, sagt Bathen, „aber Schwerin liegt uns eher als Dresden oder Stuttgart. Definitiv sind wir in der Lage, Schwerin zu ärgern.“

Das klingt gut und nach Angriff. Der USC nimmt kein weißes Fähnchen mit nach Mecklenburg-Vorpommern. Ines Bathen sowieso nicht. Mit einem perfekten Spiel gegen Suhl hat sie vergangenen Samstag gezeigt, wie wichtig sie für den USC ist. Auch als Vorbild für die ganz Jungen im Team.



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