Fr., 16.03.2018

Volleyball: Frauen-Bundesliga Herausforderer USC fährt mit viel Kampfgeist nach Schwerin

Ivana Vanjak und der USC fordern im Playoff-Viertelfinale den SSC Palmberg Schwerin heraus und wollen den Favoriten wie in der Hauptrunde zumindest ärgern.

Ivana Vanjak und der USC fordern im Playoff-Viertelfinale den SSC Palmberg Schwerin heraus und wollen den Favoriten wie in der Hauptrunde zumindest ärgern. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Die Hauptrunde ist vorbei, jetzt geht es in die finale Phase der Volleyball-Bundesliga. In der ist der USC Münster gegen den SSC Palmberg Schwerin im Playoff-Viertelfinale klarer Außenseiter. Doch bange machen gilt nicht, den Titelverteidiger wollen die Unabhängigen ärgern.

Von Henner Henning

Zwei Mal stand der USC Münster in den vergangenen sechs Spielzeiten im Halbfinale. 2011/2012 und 2015/2016 gelang der Sprung unter die besten vier der Bundesliga, erst der Dresdner SC beendete damals die Saisons der Unabhängigen. In den anderen Jahren hieß es in schöner Regelmäßigkeit: Aus im Viertelfinale. Und auch diesmal ist die Wahrscheinlichkeit, dass der USC in der Runde der letzten Acht scheitert, höher als der Halbfinal-Einzug – schließlich steht in der Best-of-three-Serie am Samstag (19 Uhr) mit dem SSC Palmberg Schwerin der Titelverteidiger und erneute Meisterschaftsfavorit den Grün-Weißen gegenüber.

Von der Papierform sind die Rollen klar verteilt, Münster ist der Herausforderer. „Wir haben nichts zu verlieren“, sagt Trainer Teun Buijs, der mit dem SSC 2012 und 2013 das Double gewann. Gute Zeiten, an die sich der 58-Jährige gerne erinnert, die momentan aber ganz sicher nicht in seinem Kopf herumschwirren. Vielmehr konzentrierte sich der Coach in den vergangenen Tagen darauf, sein Team auf den Punkt vorzubereiten. „Das Training in dieser Woche war sehr positiv. Wir haben viele taktische Dinge eingeübt, die wir ins Spiel einbringen müssen. Die Frage ist, wie Schwerin darauf reagiert“, sagt Buijs.

Vor Probleme will der USC den CEV-Halbfinalisten stellen – Schwerin unterlag am Dienstag Eczacibasi Istanbul mit 0:3 –, will ihn ärgern. Wie in der Hauptrunde beim 2:3 an der Ostsee, als der Deutsche Meister wackelte – und nun den Unabhängigen zumindest mit dem nötigen Respekt begegnet. „Wir hatten gegen Münster einige Mühe. Vorsicht ist also geboten“, erklärt SSC-Coach Felix Koslowski, der aber die Favoritenrolle ohne Wenn und Aber annimmt. „Dieser sollten wir gerecht werden.“

Den Vorteil, den Schwerins mit Nationalspielerinnen wie Louisa Lippmann oder Jennifer Geerties Kader hat, will Buijs gar nicht wegdiskutieren, will diesem aber mit Kampfgeist, gewachsenem Selbstvertrauen und nahezu komplettem Kader – nur die Langzeitausfälle Ivana Bulajic und Lena Vedder fehlen – begegnen. „Schwerin hat viel internationale Erfahrung und den Heimvorteil. Aber wir sind gut in Form und fertig für die Playoffs. Das war unser Ziel. Nun hoffe ich, dass die Mannschaft ihren besten Volleyball der Saison zeigen kann.“ Damit könnte der USC Schwerin zumindest kitzeln – oder gar mehr?



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