Di., 22.05.2018

Volleyball: Deutsche Altersklassen-Meisterschaften Silber für USC-Seniorinnen in Berlin – und viel zu erzählen

Deutsche Vizemeisterrinnen bei den Seniorinnen U 31: Ute Zahlten, Linda Dörendahl, Julia Schlecht, Inga Stegemeyer, Hella Backhaus, Judith Siebert, Coach Franz Jaeger (hinten von links), Birgit Thumm, Antje Röder-Fröhlich, Ursula Timmer, Sabine Breitenbach, Jurina Wehry, Johanna Thewes und Andrea Büring (vorn von links).

Deutsche Vizemeisterrinnen bei den Seniorinnen U 31: Ute Zahlten, Linda Dörendahl, Julia Schlecht, Inga Stegemeyer, Hella Backhaus, Judith Siebert, Coach Franz Jaeger (hinten von links), Birgit Thumm, Antje Röder-Fröhlich, Ursula Timmer, Sabine Breitenbach, Jurina Wehry, Johanna Thewes und Andrea Büring (vorn von links). Foto: USC

Münster - 

Die Ü-31-Seniorinnen des USC Münster kamen mit einer Silbermedaille von den Deutschen Meisterschaften der Altersklassen zurück. Vor allem aber waren die Titelkämpfe auch eine Art Familienzusammenführung. Es gab natürlich reichlich zu erzählen.

Von Wilfried Sprenger

Die Reise in die Vergangenheit weckte viele Erinnerungen. Und sportlich war sie auch lohnenswert. Bei den deutschen Senioren-Meisterschaften der Volleyballer über Pfingsten in Berlin errangen die U-31-Frauen des USC Münster die Silbermedaille. Der Siegeszug der Westfälinnen wurde erst im Finale gestoppt. Gegen den SVF Neustadt-Glewe unterlagen sie 0:2. „Das hat uns schon ein wenig gewurmt. Auch im Alter leckt man schnell wieder Blut“, sagte Andrea Büring.

Unter ihrem Mädchennamen Berg prägte die 37-Jährige die letzte Hoch-Zeit des USC mit. 2004 und 2005 gewann sie mit Münster das Double. Axel Büring trainierte das Meisterteam. Inzwischen sind der Coach und die ehemalige Spielführerin verheiratet und Eltern einer Tochter.

In Berlin war Volleyball Frauensache. „Wir haben viel gelacht und viel getratscht“, erklärte Andrea Büring. Themen gab es reichlich: alte Zeiten, neue Rollen, Kinder. Neun der 13 „Seniorinnen“ sind Mutter. Acht waren oder sind dem USC verbunden: Büring, Hella Backhaus (geborene Jurich), Johanna Thewes (Reinink), Antje Röder-Fröhlich, Judith Siebert (Sylvester), Birgit Thumm, Linda Dörendahl und Ute Zahlten. In der Nachbarschaft „eingesammelt“ (Andrea Büring) wurden Julia Schlecht (Leverkusen), Inga Stegemeyer, Ursula Timmer (beide Emlichheim), Thewes-Schwester Jurina Wehry und Sabine Breitenbach (beide Oythe).

Fünf Partien bestritt die USC-Auswahl an zwei Tagen. Der Muskelkater hielt sich in Grenzen. Viele Spielerinnen sind nach wie vor aktiv. „Und die, die es nicht sind, haben vorher sicherlich auch mal einen Ball in die Hand genommen“, sagt An­drea Büring.

Das Niveau der Meisterschaften, gerade in der Altersklasse der jüngsten Seniorinnen, war bemerkenswert. Der Ehrgeiz auch. „Man bleibt ja Volleyballerin. Und man kommt ja aus dem Leistungssport. Ge­winne ist immer schöner als verlieren“, meinte Büring. Vier Mal gingen die Münsteranerinnen ja auch als Siegerinnen vom Feld, im Finale gegen Neustadt waren sie beim 0:2 (13:25, 19:25) allerdings ohne wirkliche Chance. Was gewiss auch an Ausnahme-Zuspielerin Kathleen Weiß beim Gegner lag. Die 34-Jährige war in der abgelaufenen Saison noch für den tschechischen Erstligisten VK Prostejov am Ball und trug 311 Mal das Trikot des Deutschen Volleyball-Verbandes. Der USC brachte in Berlin Länderspiel-Erfahrungen und -Meriten durch Büring, Thewes, Dörendahl, Siebert, Thumm und Schlecht ein.

Im kommenden Jahr werden die Titelkämpfe im ostwestfälischen Minden ausgetragen. Andrea Büring ist nach ihrem Debüt Feuer und Flamme: „Diese Veranstaltung macht wirklich großen Spaß. Ich bin ganz sicher wieder dabei.“



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