Di., 05.06.2018

Volleyball: Frauen-Bundesliga Zuspielerin Svenja Enning auf dem Weg zum USC Münster

Svenja Enning, hier noch im Stralsunder Trikot, möchte sich dem USC Münster anschließen.

Svenja Enning, hier noch im Stralsunder Trikot, möchte sich dem USC Münster anschließen. Foto: Manuela Wilk

Münster - 

Der USC Münster scheint auf der Suche nach einer zweiten Zuspielerin fündig geworden zu sein. Svenja Enning soll die Position hinter der etablierten wie routinierten Mareike Hindriksen einnehmen und von dieser lernen. Allerdings ist der Wechsel der 18-Jährigen aus Stralsund an den Berg Fidel noch nicht fix.

Von Thomas Austermann

Beim USC Münster bahnt sich der zweite Transfer an. Dem Volleyball-Bundesligisten will sich die Münsteranerin Svenja Enning anschließen. Die 18 Jahre alte Zuspielerin steht trotz eines kürzlich bis 2019 verlängerten Vertrags bei Zweitligist Stralsunder Wildcats vor der Rückkehr. Aktuell gibt es zwischen den beteiligten Clubs Irritationen rund um diese Personalie.

„Svenja ist in Münster und machte die Einheiten der Ersten mit. Das hat ihr gefallen“, sagte USC-Sportchef Axel Büring. Die Mitte 2017 gen Mecklenburg-Vorpommern gewechselte ehemalige Stützpunktspielerin, zuletzt im Einsatz auch für die U 20 des USC bei den Westdeutschen und Deutschen Meisterschaften, bat daraufhin Stralsund vor Wochen um Freigabe.

Telefonisch wurde diese gegenüber Büring und der Spielerin erteilt. Aber schriftlich liegt sie dem USC noch nicht vor. „In erster Linie musste die Spielerin die Angelegenheit mit ihrem Verein klären“, so Büring. „Erst danach treten wir auf den Plan.“

Büring widerspricht Thiel

Gegenüber der „Ostsee-Zeitung“ sagte Stralsund-Trainer André Thiel, man habe „im Interesse der Spielerin zugestimmt, sie freizustellen“. Er kritisierte das Vorgehen von Münster als „unfair“: „Der Verein hat uns und auch Svenja damit schon unter Druck gesetzt.“ Büring widerspricht dieser Wertung entschieden. Der USC habe die Spielerin nicht abgeworben. „Svenja hat den Wechselwunsch geäußert.“

Nach der verpflichteten Linda Bock wäre Svenja Enning, die in Münster studieren will, die zweite Neue – und analog zur 18-jährigen Libera, die hinter Stammkraft Lisa Thomsen aufgebaut werden soll, die zweite Kraft am Regiepult hinter der routinierten Mareike Hindriksen. Junge und nachweislich talentierte Spielerinnen hinter etablierten Kräften aufzubauen, entspricht der Philosophie der Unabhängigen.

Linda Bock hat sich bis 2020 an den USC gebunden. Svenja Enning sprach laut „Ostsee-Zeitung“ mit dem USC über einen Dreijahresvertrag. Büring bestätigte dies aber nicht.



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