Di., 19.06.2018

Volleyball: Bundesliga Teun Buijs schlägt Wurzeln beim USC Münster

Alles auf Papier gebracht: USC-Präsident Jörg Adler (rechts) und Trainer Teun Buijs nach der Vertragsverlängerung.

Alles auf Papier gebracht: USC-Präsident Jörg Adler (rechts) und Trainer Teun Buijs nach der Vertragsverlängerung. Foto: USC Münster

Münster - 

Der Vorstand ergriff die Initiative, Teun Buijs ließ sich nicht lange bitten: Mit Unterschrift und Handschlag besiegelten USC-Präsident Jörg Adler und der niederländische Trainer die Vertragsverlängerung. Vorzeitig band sich der 58-Jährige bis zum 30. Juni 2021 an den Bundesligisten.

Von Wilfried Sprenger

Der USC Münster setzt auf Kontinuität und die Erfahrung eines ganz besonderen Trainers: Am Dienstag verlängerte der Volleyball-Bundesligist den Vertrag mit Teun Buijs vorzeitig um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2021. Der Niederländer war im Sommer vergangenen Jahres zu den Unabhängigen gestoßen und hatte sich zunächst für zwei Spielzeiten gebunden. „Ich habe als Spieler die Welt gesehen und war auch als Trainer noch viel unterwegs. Jetzt gab es den Wunsch nach mehr Nähe zur Heimat. Bis Amsterdam sind es mit dem Auto zweieinhalb Stunden, das passt“, sagte der 58-jährige Niederländer.

Die Nähe zur Familie sei aber nur eine Komponente. „Alles andere passt in Münster ja auch“, so Buijs, „die Stadt ist schön, der Verein engagiert und die Mannschaft hat enormes Potenzial. Es freut mich, die Entwicklung der jungen Spielerinnen begleiten und fördern zu können. Ich will helfen, dass sie besser werden und in der Bundesliga Fuß fassen.“

Buijs hatte mit seiner Mannschaft im ersten Jahr beim USC eine fabelhafte Hinrunde gespielt und war sogar den Spitzenteams auf den Fersen. In der Rückrunde blieben die Münsteranerinnen weit gehend blass, der Trainer führte dies auch auf Verletzungen und Erkrankungen im Kader zurück. Nun herrscht wieder Angriffsstimmung. Buijs: „An guten Tagen waren wir im letzten Jahr nicht weit weg von Schwerin, Stuttgart und Dresden. Es ist unser Ziel, den Abstand weiter zu verringern. Ich halte das für machbar.“

Die Verantwortlichen beim USC trugen sich schon einige Zeit mit dem Gedanken, die Zusammenarbeit mit Buijs zu verlängern. „Die Idee gab es tatsächlich schon länger“, bestätigte der Sportliche Leiter Axel Büring, „wir sind komplett zufrieden mit seiner Arbeit und wollen jetzt auch längerfristig planen. Teun ist ein Argument für Spielerinnen bei der Kaderbildung zu uns zu kommen. Er genießt in Spielerkreisen hohes Ansehen. Zudem ist er erfahren und besonnen.“ Nach der gewaltigen Zäsur im vergangen Jahr ändert sich beim Erstligisten zur neuen Saison vergleichs­weise wenig. Die beiden Finninnen Roosa Laakkonen und Katja Kylmäaho haben keine neuen Verträge erhalten, als Zugänge wurden Svenja Enning (18) und Linda Bock (18) jeweils aus der 2. Bundesliga verpflichtet. Gesucht wird aktuell noch eine dritte Mittelblockerin neben Juliane Langgemach und der Niederländerin Juliet Lohuis. Buijs ist zuversichtlich, schon bald Klarheit zu haben. „Ich denke, wir sind da gut gerade unterwegs“, sagt er.

Und dann ist da noch die Causa Ines Bathen. Die 27-Jährige, schon länger als zehn Jahre im Club, ist just dabei berufliche Pflöcke einzuschlagen. Bathen wird Lehrerin und hofft auf ein Referendariat am Pascal-Gymnasium. Ein Verbleib in Münster könnte gleichbedeutend mit einem Verbleib bei den Unabhängigen sein. „Wir hoffen das natürlich und warten die Entscheidung ab“, meint Buijs.



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