Fr., 06.07.2018

Volleyball: Damen-Bundesliga Bathens Zukunft beim USC weiter ungewiss

Ines Bathen spielt seit 2007 für den USC Münster. Ob die 27-Jährige beim Bundesligisten noch eine weitere Saison anhängt, ist noch immer nicht entschieden.

Ines Bathen spielt seit 2007 für den USC Münster. Ob die 27-Jährige beim Bundesligisten noch eine weitere Saison anhängt, ist noch immer nicht entschieden. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Noch ist offen, ob Ines Bathen auch in der neuen Saison für den USC Münster aufläuft. Ihre Entscheidung hängt vom Einsatzort ab, an dem die angehende Lehrerin ihr Referendariat aufnimmt. Auch ein Gymnasium in Münster ist in der Verlosung.

Von Wilfried Sprenger

Am nächsten Wochenende starten in Nordrhein-Westfalen Lehrer und Schüler in die Sommerferien. Wenn man so will, sind die Volleyballerinnen des USC Münster den großen Staus aus dem Weg gegangen und längst als Vorhut unterwegs. Am Donnerstag bat Coach Teun Buijs seine Schützlinge zu einer abschließenden Einheit, erst am 1. August kommt die Mannschaft zwecks Vorbereitung auf die neue Saison wieder zusammen.

Nach der extremen Zäsur im Sommer 2017 mit dem Verbleib von nur zwei Spielerinnen und dem Trainerwechsel von Andreas Vollmer zu Buijs pflegen die Unabhängigen aktuell Zurückhaltung auf dem Transfermarkt. Als einzige Neuzugänge wurden bislang zwei Zweitliga-Spielerinnen verpflichtet: Svenja Enning kehrt aus Stralsund zum USC, den sie 2017 verließ, zurück. Linda Bock kommt aus Borken zum Bundesligisten. Jetzt fehlt noch eine dritte Mittelblockerin neben Juliet Lohuis und Juliane Langgemach. Und dann bleibt noch die Frage nach der Zukunft von Ines Ba­then. Die angehende Lehrerin wartet mit einiger Spannung auf ihre Einsatzstelle im Referendariat. Bathen hat sich für eine Anstellung am Seminarort Münster beworben. Noch sei in der Sache nichts entschieden, teilte die bald 28-Jährige am Freitag auf Anfrage mit. „Vielleicht muss ich bis Ende August oder sogar Anfang September warten. Möglicherweise ist die Post ja auch früher unterwegs“, sagt sie.

Ein Verbleib in Münster würde die Chancen des USC, die pfiffige Spielerin zu halten, wohl deutlich vergrößern. Gleichwohl stellt Ba­then die Ampel nicht vorschnell auf Grün. „Natürlich habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was passiert, wenn ... Aber es ist noch nicht zu Ende gedacht. Das mache ich, wenn ich tatsächlich Gewissheit habe, wohin die Reise geht.“

Sport1 zeigt Spiel in Schwerin

In der vergangenen Saison zeigte der TV-Sender Sport 1 erstmals Begegnungen aus der Volleyball-Bundesliga der Frauen – live und in voller Länge. Es waren ausgesuchte Spitzenpartien, den USC Münster hatten die Fernsehmacher dabei nicht auf dem Zettel. Das ändert sich nun. Direkt am zweiten Spieltag (Mittwoch, 7. November) werden Kameras alle Bilder vom Spiel zwischen Meister Schwerin und den Unabhängigen einfangen. Insgesamt überträgt Sport 1 in der kommenden Spielzeit 33 Hauptrunden- und Playoff-Begegnungen aus dem Bundesliga-Oberhaus der Frauen. Der USC startet am 31. Oktober daheim gegen Dresden in die Saison. Dass er in der Hinrunde nur vier Mal vor eigenem Publikum spielt und in der zweiten Saisonhälfte sieben Mal, führt bei einigen Fans zu Unverständnis. Ein Auswärts-Dreierpack im auslaufenden Jahr ist auch dem Wunsch Münsters geschuldet, zwischen Weihnachten und Neujahr kein Heimspiel zu haben. An diesen Terminen ist die Sporthalle Berg Fidel durch die Fußball-Stadtmeisterschaften belegt.

Ines Bathen spielt seit 2007 für den USC. Bei einer Verlängerung ihres Engagements würde sie im Oktober in ihre zwölfte Bundesliga-Saison gehen. „Jeder weiß, dass ich ein großes Volleyball-Herz habe“, meint sie. Gern blickt sie auf die letzte Spielzeit zurück. „Nach den vielen Wechseln war ich tatsächlich sehr skeptisch. Aber diese Mannschaft hat unglaublich schnell zueinandergefunden. Wir waren wirklich ein total tolles Team. Es war eine super Erfahrung.“



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