So., 29.07.2018

Beachvolleyball: Sieg in Tokio Die Siegesserie von Mersmann/Tillmann hält auch im Sand von Tokio

Allen Grund zur Freude hatten Cinja Tillmann (l.) und Teresa Mersmann, die in Tokio das Drei-Sterne-Turnier der Weltserie gewannen.

Allen Grund zur Freude hatten Cinja Tillmann (l.) und Teresa Mersmann, die in Tokio das Drei-Sterne-Turnier der Weltserie gewannen. Foto: FIVB

Münster - 

Cinja Tillmann und Teresa Mersmann spielen in dieser Saison jedes Match, das sich ihnen bietet. Bei den letzten sechs Turnieren standen die Münsteranerinnen im Finale, alle sechs Endspiele wurden gewonnen. Jetzt sogar das beim Drei-Sterne-Event der Weltserie in Tokio.

Von Henner Henning

So langsam wird die Serie von Teresa Mersmann und Cinja Tillmann unheimlich. Die letzten sechs gemeinsamen Auftritte schloss das Beachvolleyball-Duo des USC Münster erfolgreich ab – so wie am Sonntag das Drei-Sterne-Turnier der Weltserie in Tokio. „Wir sind sprachlos, das ist alles wie im Traum“, sagte Mersmann nach dem Triumph, der ihnen 600 Weltranglistenpunkte und satte 10 000 Dollar Prämie einbringt.

Doch kneifen muss niemand das seit diesem Jahr wiedervereinte Paar. Es ist die Realität, dass es einfach wie am Schnürchen läuft. Im beschaulichen Coesfeld begann der Siegeszug bei einem Landesturnier, es folgten weitere Erfolge auf der nationalen Serie in Münster, Nürnberg und Kühlungsborn sowie beim Ein-Stern-Event in Baden (Österreich). Und nun also Tokio als vorläufiger Höhepunkt einer bislang fantastischen Saison. „Es passt bei uns super. Wir spielen einfach, es macht riesengroßen Spaß“, sagte Mersmann.

Dabei ließ sich das USC-Team auch nicht von einem Taifun aus dem Konzept bringen, der den Spielplan durcheinander gewirbelt hatte. So wurde nach dem 21:14, 21:18-Achtelfinalsieg gegen Azusa Futami/Akiko Hasegawa (Japan) die nächste Partie auf Sonntagmorgen 8.30 Uhr verlegt. Kein Pro­blem für Mersmann/Tillmann, die ihren Erfolg aus der Gruppenphase gegen die Vizeweltmeisterin Lauren Fendrick und ihre Partnerin Sarah Sponcil (USA) wiederholten – diesmal beim 21:18, 21:14 aber in zwei Sätzen.

Dem perfekten Einstieg in den Finaltag folgte ein starkes 21:19, 21:18 gegen Megumi Murakami/Miki Ishii (Japan) sowie als Krönung das 22:20, 21:17 gegen Taru Lahti/Anniina Parkkinen (Finnland) im Endspiel, in dem sich Mersmann/Tillmann auch von drei vergebenen Satzbällen nicht aus dem Konzept bringen ließen.

Einen großen Anteil am Triumph hatte neben Heimtrainer Christoph Kesselmeier, der das Duo von Münster aus per Videoanalysen unterstützte, auch Thomas Kaczmarek. Der Coach von Max Betzien und Jonathan Erdmann, die in Tokio Fünfte wurden, versorgte das Duo mit wichtigen Details und Hilfen über die gegnerischen Teams. „Er hat wirklich Vollgas für uns gegeben. Das war cool“, sagte Mersmann, die mit Tillmann noch bis Mittwoch Tokio erkunden wird. Eine verdiente Belohnung nach dem sechsten Teil der unheimlichen Serie.



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