Volleyball: Bundesliga
Aachen gegen den USC – ein Duell mit niederländischer Note

Münster -

Und weiter geht es im schnellen Takt: Nur drei Tage nach dem Arbeitssieg über SW Erfurt tritt der USC Münster am Mittwoch in Aachen. Mit einem weiteren Erfolg könnten die Unabhängigen Platz vier zementieren.

Dienstag, 15.01.2019, 17:32 Uhr aktualisiert: 16.01.2019, 15:40 Uhr
Niederländische Volleyball-Ikone in der Frauen-Bundesliga: Teun Buijs.
Niederländische Volleyball-Ikone in der Frauen-Bundesliga: Teun Buijs. Foto: Jürgen Christ

NRW-Duell mit starker niederländischer Note. In der Volleyball-Bundesliga der Frauen kommt es an diesem Mittwoch (19.30 Uhr) zur Begegnung zwischen den Ladies in Black Aachen und dem USC Münster. Beide Trainer sind in ihrer Heimat wahre Volleyball-Ikonen. Saskia van Hintum (48) bestritt 275 Länderspiele für die Niederlande, Teun Buijs (58) sogar 321. Kurz nach der Jahrtausendwende zogen sie am gleichen Strang: Als van Hintum die holländische Juniorinnen-Auswahl um die ehemalige USC-Spielerin Caroline Wensink zur WM-Teilnahme führte, war Buijs technischer Direktor im Verband. Lange her ...

Aktuell suchen beide in der Bundesliga ihr Glück. Buijs ist im zweiten Jahr USC-Coach, van Hintum heuerte schon 2016 in der Kaiserstadt an. „Vor dem Spiel werden wir sicherlich eine paar Sätze wechseln“, sagt Buijs, „viel Kontakt haben wir allerdings nicht, jeder geht hier seinen eigenen Weg.“

Der von van Hintum führte in der vergangenen Saison bis ins Halbfinale. Wiederholung erwünscht. Münster würde da gern den Spielverderber geben. Auch die Unabhängigen streben die Vorschlussrunde an, bislang sind sie gut unterwegs. Die Hinrunde, die in Aachen endet, beschließen sie definitiv als Vierter. Ein fünfter „Dreier“ in Folge wäre mit Gold kaum aufzuwiegen: Dann hätte der USC sieben Punkte Vorsprung auf die Ladies in Black und womöglich sechs auf den ersten Verfolger Potsdam, der im Heimspiel gegen Ligaprimus Stuttgart krasser Außenseiter ist.

Münster punktete zuletzt zuverlässig, auch Aachen scheint sich stabilisiert zu haben. Lange wurde niemand so recht schlau aus den Van-Hintum-Schützlingen: starke Leistung beim 2:3 in Schwerin, schwache Vorstellung daheim gegen Suhl, dazu das mühevolle 3:2 beim abgeschlagenen Schlusslicht VC Olympia. Buijs überraschen die Schwankungen bei auch anderen Konkurrenten nicht. „Wo viel Personal gewechselt worden ist, braucht es Zeit, um zusammenzukommen und die Mannschaft in Rhythmus zu bringen“, erklärt er. In Münster gab es nur wenige Transfers. Buijs: „Das war sicherlich ein Vorteil für uns.“

Mit Ausnahme der Langzeitverletzten Ivana Vanjak und Juliet Lohuis spielt der USC in Aachen in Bestbesetzung. Über die unübersehbaren Startprobleme jüngst beim mühsamen 3:1 in eigener Halle gegen den Vorletzten SW Erfurt hat Buijs mit der Mannschaft gesprochen. „Das war nicht gut und das darf sich nicht wiederholen“, meint der Coach. „Ich erwarte, dass wir in Aachen vom ersten Ballwechsel an hellwach sind.“

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