Volleyball: Bundesliga Frauen
USC-Trainer Buijs sieht in Stuttgart den neuen Meister

Münster -

Da war nichts zu holen im Schwabenländle. 0:3 unterlag der USC Münster beim Allianz MTV Stuttgart. Damit musste der Gast auch in der Tabelle einen Platz abgeben. Hoffnung machte immerhin das Comeback von Mittelangreiferin Juliet Lohuis.

Sonntag, 10.02.2019, 17:50 Uhr aktualisiert: 10.02.2019, 17:53 Uhr
Juliet Lohuis feierte in Stuttgart ein Comeback nach langer Verletzungspause. Die Niederländerin könnte in den ausstehenden Spielen eine wichtige Stütze im USC-Team sein.
Juliet Lohuis feierte in Stuttgart ein Comeback nach langer Verletzungspause. Die Niederländerin könnte in den ausstehenden Spielen eine wichtige Stütze im USC-Team sein. Foto: Jürgen Peperhowe

Der USC hatte nichts zu verlieren. Er hat aber auch nichts gewonnen. Beim Klassenbesten MTV Stuttgart unterlag der Volleyball-Bundesligist am Sonntag 0:3 (19:25, 10:25, 19:25). Für die Schwaben war es der 16. Sieg im 16. Spiel. Der Gast bleibt bei neun hängen und ist in der Tabelle nur noch Siebter, da Suhl gegen Aachen punktete (3:0) und vorbeizog. „Wir haben hier gegen den kommenden Meister gespielt. Stuttgart hat die beste Mannschaft der Bundesliga, auch der zweite Anzug sitzt“, sagte USC-Trainer Teun Buijs nach der Partie. Der eigenen Mannschaft bescheinigte er Mut und Kampfgeist. „Leider sind wir auf den Außenpositionen nur selten durchgekommen“, so Buijs.

1985 Zuschauer sahen eine spannungsarme Partie. Stuttgart dominierte in allen drei Sätzen, im ersten hinterließen die Unabhängigen noch den besten Eindruck. Selbst ein 3:11-Rückstand ließ die Gäste nicht verzagen, ein famoser Hinterfeldangriff von Luisa Keller brachte sie später bis auf 19:21 heran. Mehr ließ der Hausherr dann aber doch nicht mehr zu, mit vier Punkten in Reihe ging er 1:0 in Führung.

Buijs reagierte und besetzte fortan die Mitte neu. Vor allem, um Juliane Langgemach und Kazmiere Brown eine Pause zu geben. „Sie haben bislang alles allein gemacht und brauchen unbedingt ein bisschen Ruhe“, erklärte der Coach. Neben Leihspielerin Marie Schölzel, die schon im ersten Durchgang eingewechselt worden war und mit sechs Zählern punktbeste USC-Spielerin wurde, spielte nun Juliet Lo­huis. Die lange verletzte Niederländerin kam somit zu ihrem Comeback. Schölzel und Lohuis mühten sich redlich, doch als Stuttgart im zweiten Abschnitt aufdrehte, floss die Hoffnung auf eine Überraschung dahin. Bis zum 6:8 hielt der USC noch mit. Danach brachen alle Dämme, ein 2:16-Lauf brachte dem MTV den ersten Satzball, den dritten nutzte er dann zur hoch verdienten 2:0-Führung.

Auch im dritten Durchgang setzte Buijs auf Schölzel und Lohuis, für Keller rückte Teresa Mersmann in die Startformation. Von Beginn an rannte Münster einem Rückstand hinterher. Das Team kämpfte, war der Qualität des ambitionierten Gegners jedoch nie wirklich gewachsen. Der größte statistische Unterschied zwischen dem Ersten und dem Siebten lag in der Effizienz: Stuttgart brachte 45 Prozent seiner Angriffe durch, der USC nur 26 Prozent. Klare Vorteile hatte der MTV auch im Block (10/3).

Für den USC folgt nun eine Serie von drei Heimspielen. Gegen Wiesbaden, Straubing und Vilsbiburg hat er die Möglichkeit, verlorenes Terrain zurückzugewinnen.

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