Volleyball: Bundesliga Frauen
USC startet gegen Wiesbaden in die brandheißen Wochen

Münster -

Es werden knackige Wochen für den USC Münster. Die Ausgangslage für Ende März beginnenden Playoffs steht auf dem Spiel. Die kommenden Aufgaben klingen größtenteils lösbar, aber schon das Gastspiel des VC Wiesbaden am Sonntag ist eine Herausforderung.

Freitag, 15.02.2019, 17:00 Uhr
Marie Schölzel, hier im Angriff, wird in den nächsten Wochen im Mittelblock mehr und mehr gefordert – sicher auch schon gegen Wiesbaden.
Marie Schölzel, hier im Angriff, wird in den nächsten Wochen im Mittelblock mehr und mehr gefordert – sicher auch schon gegen Wiesbaden. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Volleyball-Bundesliga biegt auf die Zielgerade ein, das letzte Viertel der Spielzeit steht bis zum 23. März an. Der Kampf um die begehrten Playoff-Plätze ist längst entbrannt, das Gezerre um die besten Ausgangspositionen in vollem Gange. Für den USC Münster ist trotz seiner jüngsten Schwächeperiode mit vier Niederlagen aus sechs Partien im Optimalfall noch Platz vier möglich, als Tabellensiebter aber müssen die Unabhängigen auch den Blick in den Rückspiegel werfen. Und damit dort der VC Wiesbaden nicht näher auftaucht, ist ein Erfolg am Sonntag (14.30 Uhr) in der heimischen Halle am Berg Fidel Pflicht.

„Wir haben als Mannschaft unsere Ziele und sind jetzt in einer Saisonphase, in der wir sie erreichen können“, sagt Trainer Teun Buijs. Heißt im Klartext: Bei vier Heimspielen und dem Auswärtsspiel beim SW Erfurt sind Siege Voraussetzung, um am Ende der Hauptrunde zu den besten fünf Teams der Liga zu zählen. „Wir müssen jetzt Vollgas geben und sind dafür so gut wie möglich vorbereitet“, meint der niederländische Coach des USC.

Dabei half ihm auch der Faktor Zeit. Die vergangenen 14 Tage waren nach der stressigen Phase zuvor mit vier Spielen binnen acht Tagen normale Wochen mit einem geregelten Trainingsbetrieb und „ein bisschen mehr Ruhe“ (Buijs). Gut für den USC, um Neuzugang Marie Schölzel weiter und die nach ihrer langwierigen Verletzung zurückgekehrte Juliet Lohuis wieder einzubinden und das Zusammenspiel des Mittelblock-Duos mit der Regiezentrale um Mareike Hindriksen zu verfeinern. Und da auch Lena Vedder immer mehr Schwung aufnimmt und Schritt für Schritt an ihre alte Form anknüpft, spricht Buijs von „drei gefühlten Neuzugängen, die viel Energie mitbringen“. Ein Fakt, der in der heißen Phase nicht nur die Optionen erweitert, sondern auch für Entlastung der in dieser Saison stark geforderten Kazmiere Brown und Juliane Langgemach (beide Mitte) oder für Lina Alsmeier und Luisa Keller (beide Angriff) bedeutet. „Das hilft uns sehr. Wir sind alle bereit“, so Buijs.

Den neuen Schwung soll am Sonntag der VCW zu spüren bekommen. Die Hessen stehen unter dem Druck, am Berg Fidel punkten zu müssen, um nicht den Anschluss an die Playoff-Plätze zu verlieren. Zuletzt fuhr Wiesbaden beim 3:0 gegen Nawaro Straubing einen schmucklosen Pflichtsieg ein, davor aber verlor das Team von Trainer Dirk Groß zu Hause gegen Allianz MTV Stuttgart (0:3) und die Roten Raben Vilsbiburg (1:3) – jeweils mit Sina Fuchs als Libera. Die langjährige USC-Spielerin vertritt derzeit die erkrankte Lisa Stock und erledigt ihre Aufgabe dabei mehr als ordentlich, sie war gegen Straubing wertvollste Spielerin. „Sina macht das gut“, sagt Buijs nach dem Videostudium des Gegners, dem nun allerdings eine Option im Angriff fehlt.

Dort sind Tanja Großer und Karolina Bednarova feste Größen und die Leistungsträgerinnen, die Münster unter Kontrolle halten muss. Gelingt dies, steigen die Chancen auf einen guten Start in den Hauptrunden-Endspurt. Und der wäre für den USC extrem wichtig.

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