Volleyball: Bundesliga Frauen
USC unterliegt müde und verunsichert dem VC Wiesbaden

Münster -

Langsam wird es ernst für den USC Münster im Rennen um eine gute Playoff-Position. Das allgemein als ein Schlüsselspiel angesehene Duell gegen den VC Wiesbaden ging in eigener Halle mit 1:3 verloren. Und das trotz eines fast perfekten ersten Satzes.

Sonntag, 17.02.2019, 17:56 Uhr
Fing gut an, ließ dann aber wie das gesamte USC-Team stark nach: Mittelblockerin Kazmiere Brown, die sich hier gegen Wiesbadens Tanja Großer (l.) und Laura Pihlajamäki durchsetzt. Am Ende aber gewannen die Hessinnen mit 3:1.
Fing gut an, ließ dann aber wie das gesamte USC-Team stark nach: Mittelblockerin Kazmiere Brown, die sich hier gegen Wiesbadens Tanja Großer (l.) und Laura Pihlajamäki durchsetzt. Am Ende aber gewannen die Hessinnen mit 3:1. Foto: Daniel Wesseling

Das war ein Schlag, der saß. Der USC Münster kassierte nach einer schwachen Leistung eine 1:3 (25:13, 19:25, 15:25, 14:25)-Niederlage gegen den VC Wiesbaden, der dem Tabellensiebten nun bei einem Spiel weniger bis auf drei Punkte auf die Pelle gerückt ist. „Uns hängt die Woche mit den vier Spielen noch nach. Die Energie hat gefehlt, die Batterien waren nicht aufgeladen“, sagte Münsters Trainer Teun Buijs niedergeschlagen.

Dabei gab gleich der erste Punkt der Partie den Takt für den Eröffnungssatz vor, der den 1156 Zuschauern so vieles versprochen hatte. Juliane Langgemach servierte direkt einmal ein Ass, das den Start des 5:0-Laufes markierte. Der USC hatte seinen Gegenüber im Griff, basierend auf dem starken Aufschlag zeigten die Unabhängigen eine nahezu fehlerfreie Leistung. Die Last im Angriff war auf mehrere Schultern verteilt, Mareike Hindriksen setzte sowohl Kazmiere Brown und Langgemach in der Mitte als auch Luisa Keller, Lina Alsmeier und Lena Vedder variabel ein. Es lief rund im USC-Spiel – Satz eins war eine klare Angelegenheit, in der Münster keine Fragen offen ließ.

Die aber stellten sich ab dem zweiten Durchgang, in dem sich nach dem guten Start (4:2) das Blatt wendete. Münsters Service entfachte nicht mehr die Wirkung wie zuvor, der VCW dagegen steigerte sich auch und besonders im Aufschlag. Ein Ass (allerdings als Netzroller) sowie ein direkt folgender Aufschlag-Winner von Laura Pihlajamäki bescherten dem Gast die erste Führung (7:5), die er sukzessive ausbaute (15:10, 23:16). Mitte des Satzes tauschte Buijs mehr als die Hälfte des Teams aus, er brachte Marie Schölzel, Teresa Mersmann, Linda Bock und Liza Kastrup – zur Wende reichte es aber nicht mehr, die 2,01 Meter große Amerikanerin Jennifer Hamson setzte dem zweiten Abschnitt dann humorlos ein Ende.

Und wenig spaßig ging es aus USC-Sicht nach dem zweiten Seitenwechsel weiter, es war endgültig vorbei mit der grün-weißen Herrlichkeit. Schnell stand es 1:6, auch weil die münsterische Annahme weiter erhebliche Probleme hatte, den Ball ordentlich zu Regisseurin Hindriksen zu bringen. Weil zudem die Durchschlagskraft im Angriff nicht mehr so hoch wie noch in Satz eins war und die Unabhängigen dazu die sich bietenden Chancen zum Anschluss nicht nutzten, wuchsen Ratlosigkeit und Verunsicherung genau so schnell wie Wiesbadens Vorsprung (21:12).

Kapitänin Hindriksen scharte direkt nach dem verlorenen Abschnitt die zuletzt auf dem Feld stehende Crew um sich und schwor sie auf die Aufholjagd ein. Vergebens, nur bis zum 6:6 war es eine offene Angelegenheit. Dann brachte sich der USC selbst um die Chancen, dieser Partie noch eine Wende zu geben. Die Schwäche in der Annahme, der keine Spielerin Stabilität verleihen konnte, und die wachsende Hilflosigkeit ließen bei Wiesbadens Coolness den Satz zwischenzeitlich zu einem kleinen Debakel werden. Beim 8:17 war die Messe gelesen. Der USC verlor wichtigen Punkte im Kampf um eine gute Ausgangslage für die Playoffs, an deren Teilnahme langsam Zweifel aufkommen, sollte der USC nicht schnell aus seinem tiefen Tief herauskrabbeln.

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