Volleyball: Bundesliga Frauen
USC bindet Vanjak und plant die nächsten Kader-Schritte

Münster -

Ivana Vanjak hat ihr Arbeitspapier beim USC Münster bis 2021 verlängert. Ein wichtiger Schritt in den Planungen des Vereins, der nun alles daran setzen wird, Top-Talent Luisa Keller länger zu binden. Ob das auch für Juliet Lohuis gilt, ist noch offen.

Mittwoch, 06.03.2019, 18:40 Uhr aktualisiert: 07.03.2019, 15:20 Uhr
Voller Ehrgeiz und voller Energie: Ivana Vanjak reifte in Münster zur Nationalspielerin heran. Aktuell ist die 23-Jährige verletzt, zur neuen Saison will sie wieder angreifen.
Voller Ehrgeiz und voller Energie: Ivana Vanjak reifte in Münster zur Nationalspielerin heran. Aktuell ist die 23-Jährige verletzt, zur neuen Saison will sie wieder angreifen. Foto: Jürgen Peperhowe

Mit Blick in die Zukunft hat der USC Münster den nächsten Pflock eingeschlagen. Am Mittwoch gab der Volleyball-Bundesligist die Weiterverpflichtung von Ivana Vanjak bekannt. Die 23-Jährige, die im Sommer 2017 zu den Unabhängigen kam, verlängerte ihren Vertrag um zwei Jahre bis Juni 2021. „Das Umfeld und der ganze Verein gefallen mir sehr gut. Ich glaube, wir können hier noch einiges erreichen. Der Zusammenhalt ist unglaublich, das macht uns als Mannschaft stark“, sagte die Spielerin.

Vor Vanjak hatte der USC bereits den Kontrakt von Lina Alsmeier (bis 2022) verlängert, beide Namen standen weit oben auf dem Wunschzettel von Trainer Teun Buijs. Nächste in der Reihe könnte Luisa Keller sein: Die quirlige 17-Jährige gilt als großes Talent und als Versprechen in die Zukunft.

Mit der Personalie Vanjak setzte der USC ein wichtiges Signal. Die ehrgeizige Außenangreiferin reifte in Münster zur Nationalspielerin. Bei der Weltmeisterschaft in Japan hatte Vanjak unerwartet viele Spielanteile. Kaum zurück in Münster, zog sie sich im November einen Kreuzbandriss zu. Aktuell befindet sie die Spielerin in der Reha. Zum Start der Saison 2019/2020 will sie wieder einsatzfähig sein. „Es sieht gut aus. Ivana ist schmerzfrei, und das Knie zeigt keinerlei Reaktionen“, erklärt Buijs. Für zuverlässige Prognosen sei es aber noch zu früh. „Lena Vedder hatte die gleiche Verletzung. Sie war erst nach 13 Monaten wieder voll belastbar. Ich hoffe, dass es bei Ivana schneller geht.“

Im Konzept von Buijs spielt Vanjak auf der Außen-/Annahme-Position. Bundestrainer Felix Koslowski setzte die Modell-Athletin während der WM im Mittelblock ein. Buijs missfiel dieser Transfer, er brachte das auch zum Ausdruck. „Ich hoffe, dass passiert nicht wieder. Es ist mein ausdrücklicher Wunsch.“

Juliet Lohuis ist die zweite Nationalspielerin beim USC. Auch die 22-jährige Niederländerin stand Münster in dieser Saison lange nicht zur Verfügung. Aktuell kämpft sie um den Anschluss. Was nach der Saison passiert, ist ungewiss. Münster möchte Lohuis halten, es gibt aber auch Anfragen anderer Vereine – Ausgang offen. Buijs sagt: „Natürlich geht es auch um Geld. Es ist immer wichtig, dass die Balance im Kader stimmt.“ Heißt: Der USC wird sein Gehaltsgefüge nicht sprengen, sondern die Spielerin im Zweifel ziehen lassen.

Axel Büring, der Sportliche Leiter, ist zufrieden mit dem Stand der Dinge. „Es ist gerade Anfang März. Ich denke, wir sind schon sehr weit mit unseren Planungen.“ Zu laufenden Personalgesprächen mag er nichts sagen. Büring: „Wir machen das so, wie wir es immer gemacht haben. Wenn alles wasserdicht ist, melden wir Vollzug. Vorher nicht.“

Sechs bestehende Verträge

Mit der Weiterverpflichtung von Lina Alsmeier und Ivana Vanjak hat der USC wichtige Personalien geklärt. Damit sind nunmehr sechs Spielerinnen über das Saisonende hinaus an Münster gebunden: Verträge haben noch Linda Bock (bis 2020), Juliane Langgemach (2020), Svenja Enning (2021) und Liza Kastrup (2021). Lisa Thomsen beendet ihrer Karriere und wird im Club andere, noch konkret zu benennende Aufgaben übernehmen. Marie Schölzel, aktuell ausgeliehen vom Schweriner SC, kehrt zum Meister zurück. Auslaufende Kontrakte besitzen Luisa Keller, Kazmiere Brown, Mareike Hindriksen, Juliet Lohuis, Teresa Mersmann, Lena Vedder und Chiara Hoenhorst. Die junge Kati Haferkamp, gerade 17 geworden, dürfte einen ersten Vertrag bekommen. Im Trainerstab hat sich Chef Teun Buijs bis 2021 verpflichtet, die Zukunft von Assistent Elroy Bezemer ist bisher noch nicht geklärt.

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