Volleyball: Frauen-Bundesliga
Teun Buijs legt die Latte sehr hoch – USC trifft auf Rote Raben Vilsbiburg

Münster -

Jetzt geht es ans Eingemachte. Drei Spiele stehen noch aus. Drei Spiele, in denen die Frauen des USC Münster die Fahrkarte für die Playoffs lösen möchten. Im besten Fall als Fünfter.

Dienstag, 12.03.2019, 15:52 Uhr aktualisiert: 12.03.2019, 17:24 Uhr
In der Auszeit spricht der Trainer und im Idealfall hören alle zu. Gegen die Roten Raben Vilsbiburg braucht der USC ein aufmerksames Team, Trainer Teun Buijs will es zum Sieg steuern.
In der Auszeit spricht der Trainer – und im Idealfall hören alle zu. Gegen die Roten Raben Vilsbiburg braucht der USC ein aufmerksames Team, Trainer Teun Buijs will es zum Sieg steuern. Foto: Jürgen Peperhowe

Es ist die Zeit, wo vielerorts gerechnet und gefragt wird: Was passiert, wenn ... Nun ist es so, dass auch Volleyballspiele nicht durch Mathematik entschieden werden, sondern auf dem Feld. An diesem Mittwoch (19.30 Uhr, Sporthalle Berg Fidel) misst sich der USC Münster mit den Roten Raben Vilsbiburg. Eine mit Blick auf die Playoffs wichtige und richtungsweisende Partie. „Wir wollen die bestmögliche Ausgangsposition“, sagt Trainer Teun Buijs, „noch ist Platz fünf möglich.“

Der Niederländer setzt sich gern ehrgeizige Ziele. Tatsächlich ist der fünfte Rang sehr ambitioniert. Da dürfte gegen Vilsbiburg nichts schiefgehen, auch nicht später in Erfurt (Samstag) sowie eine Woche danach gegen Aachen. Münster braucht eine Serie. Mit dem 3:1 gegen Straubing vor drei Tagen wurde ein Anfang gemacht. Gegen den Tabellen-zehnten zeigte der USC eine solide Leistung. Gleichwohl wäre das Spiel nach fünf vergebenen Matchbällen im vierten Satz beinahe in den Tiebreak gegangen. „Da hatten wir ein bisschen Stress“, so Buijs. In Stress könnten die Unabhängigen auch gegen Vilsbiburg geraten. Die Raben haben fünf der letzten sechs Begegnungen gewonnen und sind auf der Überholspur unterwegs. Besondere Beachtung fand der 3:0-Coup über den Rangdritten Dresdner SC. Am Montag nahm sich Buijs viel Zeit für ein Videostudium des Gegners. Das direkte Duell aus der Hinrunde, das Münster 3:0 gewann, interessierte ihn dabei nur peripher. Es taugt nicht als Vorlage, die Niederbayerinnen waren damals personell arg gerupft und brachten nur neun Spielerinnen aufs Feld. Inzwischen hat sich die Lage entspannt. Mehr noch: Im Dezember griff Vilsbiburg auf dem Transfermarkt zu und holte Channon Thompson ins Boot. Die 24-jährige Angreiferin aus Trinidad und Tobago verfügt über beste Referenzen und schlug an der Vils rasch ein. Beim 3:1 der Raben gegen den VfB Suhl am Samstag war sie mit 25 Punkten und einer Angriffsquote von 48 Prozent herausragende Spielerin.

Es rollt einiges auf den USC zu, doch auch der Tabellensiebte kann im Saisonendspurt mit Ausnahme von Ivana Vanjak auf sein komplettes Personal zurückgreifen. Das gibt dem Coach viele Optionen, gegen Straubing schöpfte Buijs sie weitestgehend aus. In der Mitte begannen Juliane Langgemach und Kazmiere Brown, am Ende bekleideten Marie Schölzel und Juliet Lohuis diese Positionen. Es ist sehr spannend, wem Buijs an diesem Mittwochabend zunächst vertraut. Definitiv muss die Mannschaft zulegen, wenn sie nach Straubing auch den anderen bayerischen Konkurrenten bezwingen will.

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