Volleyball: Frauen-Bundesliga
Der USC Münster verpflichtet mit Sarah van Aalen eine spannende Regisseurin

Münster -

Der Kader des USC Münster nimmt weiter Konturen an. Mit der Verpflichtung des niederländischen Zuspiel-Talents Sarah van Aalen stehen bei den Unabhängigen nun neun Spielerinnen unter Vertrag. Eine Sympathieträgerin dagegen wird den Club vom Berg Fidel verlassen.

Mittwoch, 03.07.2019, 13:04 Uhr aktualisiert: 04.07.2019, 13:16 Uhr
Sarah van Aalen, hier im Oranje-Dress bei der Nations League wechselt zum USC. Das Zuspiel-Talent kommt von Sliedrecht Sport.
Sarah van Aalen, hier im Oranje-Dress bei der Nations League wechselt zum USC. Das Zuspiel-Talent kommt von Sliedrecht Sport. Foto: FIVB

Sie ist jung, hoch talentiert und hat eine vielversprechende Perspektive. Kurzum: Sarah van Aalen passt perfekt in die Philosophie des USC Münster. Der Volleyball-Bundesligist verpflichtete die 19-jährige Zuspielerin am Mittwoch und stattete sie mit einem Zweijahresvertrag aus. Vom Interesse der Unabhängigen an der begabten Passgeberin hatte diese Zeitung bereits Ende April berichtet.

Aus den Reihen des holländischen Meisters Sliedrecht Sport zieht es van Aalen nun an den Berg Fidel, wo sie schon einmal zu Gast war. Im Frühjahr 2018 traf sie mit der U-19-Auswahl ihres Heimatlandes in einem von zwei Tests auf den USC – und zog dabei die fachkundigen Blick von Münsters Trainer Teun Buijs und von Axel Büring (Vizepräsident Sport) auf sich. „Ich habe selten so ein taktisches Verständnis bei einer so jungen Spielerin gesehen. Sie hat gute Finger und kann eine besondere Zuspielerin werden. Wir glauben, dass sie ein richtig gutes Niveau erreichen wird“, sagt Büring.

Die zur Nationalspielerin gereifte 1,83 Meter große Regisseurin sammelte mit Sliedrecht in der Champions League (auch gegen Stuttgart) sowie mit der Oranje-Auswahl in der zweiten und dritten Woche der Nations League wichtige Erfahrungen auf hohem internationalen Level. „Ich beobachte ihre Entwicklung schon länger“, erklärt Buijs. „Sie ist eines der Top-Talente im holländischen Volleyball und wird sich bei uns in Münster sicherlich noch mal verbessern.“

Die Vorfreude der beim ­Talent Team Papendal aus­gebildeten Volleyballerin auf ihre erste Station im Ausland ist groß. „Münster ist ein Verein mit großer Geschichte und mit tollen Fans. Ich will mich so schnell wie möglich an das hohe Niveau in der Bundesliga anpassen. Auch auf die Stadt Münster mit ihren vielen Studenten freue ich mich . Bis zum Trainingsbeginn im August möchte ich noch ein wenig Deutsch lernen, aber meine neuen Mitspielerinnen werden mir dabei sicher auch helfen.“

Mit van Aalen und Svenja Enning hat der USC derzeit zwei Zuspielerinnen unter Vertrag, Buijs plant für die kommende Saison mit einem Zwölferkader. „Wir stehen mit unserer Planung zum jetzigen Zeitpunkt schon sehr gut da“, erklärt Büring.

Gefahndet wird noch nach Verstärkungen für die Mitte, wo mit Neuzugang Barbara Wezorke und Juliane Langgemach derzeit nur ein Duo zu Hause ist. Zudem soll noch eine Angreiferin kommen, da der jüngst ausgelaufene Vertrag mit Lena Vedder nicht verlängert wurde. Keine leichte Entscheidung, schließlich war die im Sommer 2017 vom Zweitligisten RC Sorpesee gekommene Angreiferin eine Sympathie- und bis zu ihren schweren Verletzungen (Kreuzbandriss, Bänderriss) auch eine Leistungsträgerin. Doch mit Luisa Keller und Liza Kastrup hat der USC zwei Youngster langfristig auf ihrer Position gebunden – daher musste Vedder, die mit Bundesligisten in Kontakt stehen soll, weichen.

Es wird sich also noch etwas tun in Münsters Aufgebot. Mit Sarah van Aalen aber hat der Buijs-Kader einen spannenden Zuwachs bekommen hat.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6745991?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686216%2F
Nachrichten-Ticker