Volleyball: Frauen-Bundesliga
Bock hat richtig Lust – USC Münster erwartet den VfB Suhl

Münster -

Die Pause war lang. Zehn Tage um genau zu sein. Am Mittwoch dürfen die Frauen des USC Münster endlich wieder auf die Platte. Ab 19.30 Uhr gastiert der VfB Suhl am Berg Fidel. Libera Linda Bock freut sich.

Dienstag, 22.10.2019, 16:56 Uhr aktualisiert: 22.10.2019, 17:18 Uhr
Schon mit zarten 19 Jahren eine Leaderin: Linda Bock
Schon mit zarten 19 Jahren eine Leaderin: Linda Bock Foto: Jürgen Peperhowe

Bei den Unabhängigen trägt sie die eins. Als Libera und Nachfolgerin von Co-Trainerin Lisa Thomsen ist sie gesetzt. „Diese Rolle mag ich“, sagt Linda Bock, gerade 19 Jahre jung. Und doch so reif. Auch in der Kochstube. Wenn sie und ihre WG-Kolleginnen Lina Alsmeier und Luisa Keller der Hunger überkommt, findet sie für jeden Topf nicht nur den richtigen Deckel – Bock hat vor allem Lust, ihren Teamkolleginnen etwas Schmackhaftes auf den Teller zu zaubern. Am Montag zwischen der Krafteinheit am Morgen und der abend­lichen Video-Analyse samt Einheit radelte sie mittags heim, schnibbelte, brutzelte drauflos: Das Ergebnis: Kartoffelbrei, Fischstäbchen – dazu ein kalorienarmer Salat. Guten Appetit!

So viel Selbstständigkeit sieht Trainer Teun Buijs ­gerne. Vor allem auf dem Feld. „Wir befinden uns in einem Entwicklungsprozess, der nie endet. Verantwortung zu übernehmen, ist da elementar“, sagt der Niederländer. Wohl wissend, dass viel (kommunikativer) Aufwand vonnöten ist, um später gewinnbringend zu punkten. Das gelang dem USC in den ersten drei Spielen nur beim 3:1 in Erfurt. „Ich würde nie das Wort ,Pflichtsieg’ in den Mund nehmen“, richtet Bock den Blick auf das zweite Kräftemessen am Berg Fiedel am Mittwoch. Ab 19.30 Uhr stellt sich der VfB Suhl vor – bislang noch mit der unliebsamen Null auf der falschen Seite unterwegs. Trügerisch?

„Klar wollen wir die Punkte“, sagt Bock, ohne mit der Wimper zu zucken. Mit einem Schuss Weitsicht, weil Münster um die Gunst seines Publikums buhlt. Immerhin stattliche 1618 Zuschauer fanden zum Auftakt gegen Stuttgart (1:3) den Weg in die Halle. „Es dürfen gerne ein paar mehr sein.“ Nur: Auch Suhl hat sich die Playoffs auf die Fahnen geschrieben. Cheftrainer Mate­usz Zarczynski hatte gerade in der vergangenen Saison mit neun Siegen ein wahres Feuer entfacht. Aufgepasst!

Derweil hat sich Bock in der zehntägigen Spielpause mal wieder daheim in Velen im Kreis Borken bekochen lassen. Ein Luxus, den sie nach wie vor genießt. Mama und Papa sind am Berg Fidel stets zugegen. „Das gibt ­Sicherheit“, verrät sie. Nur ganz ohne Volleyball ging es nicht. Am Sonntag war sie Zaungast beim Supercup in Hannover. Schwerin ge­gen Stuttgart – Pflichtprogramm.

Ein Ziel, das auch der USC auf lange Sicht verfolgt. Erst ab in die Playoffs und dann sehen, was im deutschen Pokal so geht. In der ersten Hauptrunde kommt am 3. November der SC Potsdam. Mit einem Sieg wäre der Sprung ins Viertelfinale amtlich. „Die Liga ist enger zusammengerückt“, hat Bock beobachtet. Und glaubt an ihren Club. „Alles ist denkbar.“ Anders formuliert: Nichts muss, alles kann!

Genau wie bei der Wahl des Mittagessens in der Wohngemeinschaft. Wenn­gleich Kartoffelbrei und Fischstäbchen ganz weit vorne liegen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7016224?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686216%2F
Nachrichten-Ticker