Volleyball: Frauen-Bundesliga
Ein Sieg mit langen Anläufen – USC Münster schlägt VfB Suhl 3:0

Münster -

Der USC Münster hat sein erstes Heimspiel gewonnen. Gegen den VfB Suhl gab es einen 3:0-Erfolg. 1458 Zuschauer erlebten eine Berg- und Talfahrt. In allen Durchgängen benötigten die Unabhängigen beträchtliche Anlaufzeiten.

Mittwoch, 23.10.2019, 23:24 Uhr aktualisiert: 24.10.2019, 07:43 Uhr
Vorteil Münster: Lina Alsmeier (vorn) und Juliane Langgemach machen die Tür für Katerina Valkova zu. Hinten schaut die starke Zuspielerin Sarah van Aalen zu.
Vorteil Münster: Lina Alsmeier (vorn) und Juliane Langgemach machen die Tür für Katerina Valkova zu. Hinten schaut die starke Zuspielerin Sarah van Aalen zu. Foto: Jürgen Peperhowe

Erster Sieg vor eigenem Publikum in der noch jungen Saison. Mit 3:0 (25:22, 25:16, 25:23) bezwang der USC Münster am Mittwochabend den VfB Suhl. 1458 Zuschauer erlebten eine Berg- und Talfahrt. Tatsächlich benötigte der Hausherr in allen Sätzen beträchtliche Anlaufzeiten. Trainer Teun Buijs ließ seine Start-Sieben durchspielen und verzichtete auf Wechsel. „Klar, wir haben Fehler gemacht. Aber die Mannschaft hat immer weiter gespielt. Das war gut und am Ende sicherlich auch der Schlüssel zum Sieg“, sagte der erfahrene Niederländer.

Die Partie begann zäh. Satz Nummer eins war ein Vorgriff auf Halloween. Über weite Strecken zum Schaudern. Beim USC passte so gut wie nichts, bei den Gästen kaum mehr. Unteres Liga-Niveau, die Trainer ließen es lange laufen. Erst beim Stande von 19:17 nahm VfB-Coach Mateusz Zarczynski die erste Auszeit. Suhl hatte da gerade einen 15:12-Vorsprung aus der Hand gegeben und Münsters Spiel eine leichte Steigerung erfahren. Was keine große Kunst war angesichts der enormen Probleme in Annahme und Block zuvor. Erst mit viel Wucht und großer Entschlossenheit sorgte Ivana Vanjak für die Wende.

Déjà-vu im zweiten Durchgang. Wieder hechelten die Unabhängigen einem Rückstand hinterher. Beim 10:6 führten die Thüringerinnen beinahe schon komfortabel, doch Linkshänderin Liza Kastrup, Lina Alsmeier und die starke Zuspielerin Sarah van Aalen mit feinen Aufschlägen führten ihr Team zurück in die Spur. 14:11 nach 8:1-Lauf – Suhl, das lange druckvoll servierte, war spürbar beeindruckt. Nach der zweiten technischen Auszeit hatten die Münsteranerinnen jedenfalls freie Fahrt. Suhl brach nun in der Annahme vollends zusammen und gab die Punkte in Serie ab.

2:0, alles geritzt? Nein, der USC musste weiter schwitzen, um die volle Punktzahl einzufahren. Sehr schnell wurde im dritten Satz deutlich, dass Suhl trotz des zwischenzeitlichen Komplettaussetzers nicht gewillt war, sich mit einem 0:3 vom Berg Fidel zu verabschieden. Erneut ging die Mehrzahl der ersten Ballwechsel an die Gäste, wieder lagen sie zur ersten Auszeit vorn.

Doch Münster war nun fokussierter und auch entschlossener in seinen Aktionen. Vom 6:8 ging es auf 14:11, wieder eine kleine Serie. Doch noch immer war dem kampfstarken VfB der Zahn nicht gezogen. Tatsächlich bäumten sich die Gäste noch einmal auf, doch das bessere Ende hatte der USC. „Auch wenn das vorher niemand ausgesprochen hat, hatten wir heute ein bisschen Druck. Jetzt sind wir sehr zufrieden mit dem 3:0“, sagte Mittelblockerin Juliane Langgemach. Die 24-Jährige stand erstmals in der Startformation und rechtfertigte das Vertrauen des Trainers mit einer guten Leistung.

Statistik

USC Münster: Van Aalen, Korevaar, Langgemach, Alsmeier, Vanjak, Kastrup, Bock

Zuschauer: 1458

1. Satz: 6:8, 12:15, 16:15, 22:20, 22:22, 25:22

2. Satz: 3:1, 5:8, 6:10, 14:11, 16:14, 21:14, 25:16

3. Satz: 4:6, 6:8, 11:11, 14:11, 16:14, 17:18, 20:18, 20:22, 24:22, 25:23

Wertvollste Spielerinnen in dem Duell: Sarah van Aalen (USC Münster), Claudia Steger (VfB Suhl)

Das nächste Spiel: DVV-Pokal, Achtelfinale: USC Münster - SC Potsdam (Sonntag, 3. November, 14.30 Uhr, Sporthalle Berg Fidel)

Das nächste Spiel in der Bundesliga: USC Münster - Rote Raben Vilsbiburg (Sonntag, 10. November, 14.30 Uhr, Sporthalle Berg Fidel)

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