Positive und negative Momente wechseln sich beim USC munter ab
USC-Tiebreak als Spiegelbild der Partie gegen Vilsbiburg

Münster -

Auf und ab ging es für den USC Münster gegen die Roten Raben Vilsbiburg. Nach dem 2:3 zu Hause waren einige Kräfte bemüht, die Comeback-Qualitäten herauszustreichen. Anderen war allerdings die Enttäuschung deutlich anzumerken, dass schon wieder kein Heimsieg gelungen war.

Sonntag, 10.11.2019, 20:24 Uhr
Am Ende erfolglos blieben alle taktischen Kniffe von Trainer Teun Buijs und seinen Assistenten Lisa Thomsen und Marvin Mallach (v.). Immerhin rettete der USC gegen Vilsbiburg einen Punkt.
Am Ende erfolglos blieben alle taktischen Kniffe von Trainer Teun Buijs und seinen Assistenten Lisa Thomsen und Marvin Mallach (v.). Immerhin rettete der USC gegen Vilsbiburg einen Punkt. Foto: Jürgen Peperhowe

81 Minuten waren gespielt, als sich der USC Münster und die Roten Raben Vilsbiburg aufmachten, im Tiebreak einen Sieger zu ermitteln. Und der folgende Entscheidungssatz war das Spiegelbild einer Bundesliga-Partie, die einer Achterbahnfahrt glich und die den USC sicher emotional mehr belastete als die Gäste, die im fünften Abschnitt aus einem 2:7- und 8:11-Rückstand einen Sieg machten.

Dass der USC überhaupt für einen Erfolg noch in Frage kam, war überraschend. Zumindest nach drei Durchgängen. War der erste gut und solide, waren der zweite und dritte eher Harakiri. Plötzlich klappte so gar nichts mehr bei den Grün-Weißen, die völlig verunsichert daherkamen und in Abschnitt drei um eine zweistellige Punkteausbeute kämpften. „Im ersten Satz haben wir unsere Taktik noch durchgezogen. Aber die Serien, die wir im zweiten und dritten Satz dann kassiert haben, haben uns den Zahn gezogen. In dem Moment, in dem wir im Side-Out nicht mehr scoren, werden wir zu ungeduldig“, erklärte Angreiferin Luisa Keller, die zunächst die Partie von außen verfolgen musste, dann aber Anteil am zwischenzeitlichen Comeback des USC hatte. „Wir haben im vierten Satz alles reingegeben, was wir konnten. Das war gut.“

Die Rückkehr in die Partie hob auch Libera Linda Bock hervor, sie war nach den 121 Minuten Spielzeit aber zwiegespalten. „Da ist einerseits die Freude über den gewonnenen vierten Satz. Es war eines unserer Ziele, Emotionen und Kampfgeist zu zeigen, das haben wir gut gemacht. Andererseits hatten wir im Tiebreak unsere Chancen. Dass wir den Sieg hergeben, ist ärgerlich“, sagte die Nationalspielerin, die den Möglichkeiten im fünften Satz hinterher trauerte.

Verständlich, ein zweiter Zähler hätte dem Punktekonto und besonders der USC-Seele richtig gut getan. So müssen sich die Unabhängigen an den positiven Momenten, die es in den 121 Minuten Spielzeit gab, hochziehen. Denn Mittwoch geht es schon weiter. Beim Vizemeister in Schwerin.

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