Volleyball: Bundesliga Frauen
USC zwischen Lob und Kritik

Münster -

Der USC Münster kommt nicht zur Ruhe. Nach einer desaströsen Niederlage gegen Potsdam und einer Schlappe gegen Vilsbiburg, aus der die Mannschaft ein bisschen Hoffnung zog, geht es am Mittwoch bereits weiter. Beim SSC Palmberg Schwerin könnte die Aufgabe nicht heikler sein.

Montag, 11.11.2019, 17:16 Uhr
Nicht alles war beim 2:3 gegen Vilsbiburg schlecht, der USC berappelte sich nach einem Tief und holte noch einen Punkt.
Nicht alles war beim 2:3 gegen Vilsbiburg schlecht, der USC berappelte sich nach einem Tief und holte noch einen Punkt. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Saison 2019/20 in der Volleyball-Bundesliga steckt gefühlt noch in den Kinderschuhen, erst seit Anfang Oktober fliegt der Ball in den Hallen des Oberhauses über das Netz. Fünf Spiele hat der USC Münster bereits absolviert – und damit ein Viertel der Partien. Auch wenn die Tabelle noch ein wenig schief ist, wird eines schon klar: Auf die Unabhängigen wartet diesmal ein knallharter Kampf um die beste Ausgangslage in den Playoffs.

Umso wichtiger war da der Punktgewinn gegen die Roten Raben Vilsbiburg, nach dem es nach drei gespielten Sätzen so gar nicht aussah. Begann Münster gegen den direkten Mitbewerber noch zielstrebig und war stabil, folgte in den nächsten beiden Durchgängen wieder phasenweise ein Blackout. Fehler reihte sich an Fehler, fragil war das USC-Gebilde. „Es war teilweise alles weg. Wir haben die Kontrolle verloren und sind panisch geworden. Das hat Vilsbiburg ausgenutzt“, sagte Trainer Teun Buijs, dem am Sonntag im Zuspiel erneut die Hände gebunden waren. Zwar ist Lara Drölle aus dem Drittliga-Kader des USC in der Lage, Sarah van Aalen eine kurze Pause zu verschaffen. An das Niveau der am Sprunggelenk verletzten Taylor Nelson aber kommt sie nicht heran. „Taylor kann in unser Spiel mit ihrer Erfahrung Ruhe bringen, die wir diesmal benötigt hätten“, meinte Buijs.

Doch auch positive Dinge sah der 59 Jahre alte Niederländer in den 121 Minuten. Seine Mannschaft krabbelte aus dem tiefen Loch nach Abschnitt drei wieder heraus, zeigte Nehmerqualitäten. „Das Auftreten der Mannschaft war gut, wir sind nach dem 1:2-Satzrückstand noch einmal so wiedergekommen“, hob Buijs hervor. Die langen Gespräche nach dem 0:3 im Pokal-Achtelfinale gegen den SC Potsdam hatten hinsichtlich Einstellung und Körpersprache offenbar gefruchtet. „Wir haben gezeigt, dass wir kämpfen können“, sagte Mittelblockerin Demi Korevaar, die mit drei Punkten in Serie den USC im Tiebreak zu einer 7:2-Führung geblockt und geschmettert hatte – und damit in die Reichweite des Sieges, den Münster aber noch aus der Hand gab. „Dennoch war es der erste Schritt in die richtige Richtung“, meinte Angreiferin Luisa Keller.

Schon am Mittwoch geht es für die Unabhängigen weiter, der Gang zum Vizemeister SSC Palmberg Schwerin steht bevor. Eine schwere Aufgabe, in der vielleicht eine Chance liegt. „Wir haben keinen Druck dort“, sagte etwa Libera Linda Bock, die am Montagvormittag mit ihren Teamkolleginnen ein Krafttraining absolvierte und der später im Video das Geschehen der Vilsbiburg-Partie vor Augen geführt wurde. Mit besonderem Augenmerk auf „dem zweiten und dritten Satz sowie dem Ende des fünften“, wie Buijs angekündigt hatte.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7059292?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686216%2F
Nachrichten-Ticker