Volleyball: Bundesliga Frauen
Das Zauberwort heißt Konstanz – und die fehlt dem USC

Münster -

Der USC Münster hat in fast jedem Spiel nicht nur eine, sondern gleich mehrere gute Phasen. Aber über einen längeren Zeitraum bekommt das Team keine Beständigkeit in seine Bemühungen. Es fehlt schlicht die Konstanz. Und die ist fast immer gleichzusetzen mit Qualität.

Donnerstag, 28.11.2019, 15:06 Uhr aktualisiert: 28.11.2019, 15:32 Uhr
Demi Korevaar, die gegen Lucija Mlinar (l.) und Camilla Weitzel keinen leichten Stand hatte, gehörte gegen Dresden zu den Aktivposten im USC-Team.
Demi Korevaar, die gegen Lucija Mlinar (l.) und Camilla Weitzel keinen leichten Stand hatte, gehörte gegen Dresden zu den Aktivposten im USC-Team. Foto: Jürgen Peperhowe

Ob sie esKontinuität oder Stabilität, Beständigkeit oder Konstanz nannten – in einer Sache waren sich Trainer Teun Buijs und seine Spielerinnen nach dem 0:3 gegen den Dresdner SC einig: Der USC Münster muss mehr Verlässlichkeit in sein Spiel bekommen, um nicht zum Jahresende – und damit zum Abschluss der Hinserie – ein böses Erwachen unter dem Playoff-Strich zu erleben.

Sie waren zwar gegen Dresden und zuvor auch beim SSC Palmberg Schwerin zu sehen, diese kleinen, zaghaften Schritte nach vorne in der Entwicklung der jungen Mannschaft. Doch die Phasen, in denen die Buijs-­Schützlinge ihr Vermögen abriefen, waren zu kurz. „Ich habe viele gute Dinge gesehen“, sagte Buijs und lobte etwa Demi Korevaar oder Liza Kastrup, die ab Satz zwei „mehr Stabilität in unsere Angriffe“ brachte. „Aber ich bin enttäuscht über kleine Sachen und die Fehler, die wir zu viel machen. Das hat etwas mit Cleverness zu tun. Und mit Konstanz“, meinte Buijs.

Da war es wieder, dieses Zauberwort, das auch Ivana Vanjak bemühte. „Wir haben immer wieder Phasen, in denen wir Punkte weggeben. Es ist eines unserer Ziele, die Fehler zu minimieren und kontinuierlicher zu spielen“, sagte die Nationalspielerin, die gegen Dresden im ersten Satz wie ihre Mitspielerinnen erhebliche Probleme hatte, den Ball am DSC-Block vorbeizubringen. „Unsere Annahme war am Anfang nicht ganz da. Da haben wir uns schwer getan, aus den hohen Bällen Punkte zu machen. Dresden war im Block höher als erwartet, darauf mussten wir uns erst einstellen“, so Vanjak. Positiv war, dass dies dem USC im dritten Abschnitt glückte und er bis zum 21:20 am Satzgewinn schnupperte.

Doch dann kam sie zurück, diese Phase ohne Beständigkeit. Eine missglückter Angriff von Luisa Keller hier, eine verunglückte Annahme von Linda Bock da, dazu zwei erfolgreiche Dresdner Angriffe – und schon war das Match beendet. „Da haben wir unsere Chancen nicht genutzt“, sagte Angreiferin Lina Alsmeier, die sich der prekären Tabellenlage bewusst ist. „In Straubing und gegen Wiesbaden wollen und müssen wir punkten“, meinte die 19-Jährige mit Blick auf die anstehenden Aufgaben. Und Vanjak ergänzte kämpferisch: „Die ganze Mannschaft ist heiß darauf, einen Sieg zu holen.“ Und das geht nur mit, ja richtig, mehr Konstanz.

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