Volleyball: Bundesliga Frauen
In Straubing peilt der USC den dritten Sieg an

Münster -

Die Nummer drei ist das Ziel – und das gleich im doppelten Sinne. Bei Nawaro Straubing will der USC Münster sein drittes Spiel der laufenden Saison gewinnen. Es wäre gleichzeitig der dritte Erfolg gegen das Team aus Niederbayern, das bislang zwei von vier Duellen mit den Unabhängigen für sich entscheiden konnte. Für Münster aber hätte ein Sieg noch eine weitere Bedeutung.

Freitag, 06.12.2019, 17:52 Uhr aktualisiert: 06.12.2019, 19:37 Uhr
Zuspielerin Sarah van Aalen und Juliane Langgemach wollen erfolgreich kombinieren und in Straubing drei Punkte holen.
Zuspielerin Sarah van Aalen und Juliane Langgemach wollen erfolgreich kombinieren und in Straubing drei Punkte holen. Foto: Jürgen Peperhowe

In der langen Bundesliga-Geschichte des USC Münster gehören die Duelle mit Nawaro Straubing zu den jüngeren. Erst viermal trafen die Unabhängigen auf das Team aus Niederbayern, und siehe da – die Bilanz ist überraschenderweise ausgeglichen. Im Straubinger Premierenjahr (2015/16) verlor Münster beide Vergleich und blieb dabei gegen den später insolventen Absteiger ohne Satzverlust, in der Vorsaison gewann der USC gegen den Rückkehrer beide Matches (3:0 und 3:1). Ausgleich, 2:2 – und diese Statistik will die Mannschaft von Trainer Teun Buijs am Samstag (19.30 Uhr) in der Turmair-Arena aufhübschen.

Ein Blick auf die Tabelle lässt schnell die Wichtigkeit der Partie für den USC erkennen. Nach drei Niederlagen im erfolglosen November steht Münster als Rangachter nur noch mit einem Bein in den Playoff-Plätzen, vier Punkte beträgt der Rückstand schon auf den bayrischen Tabellennachbarn. „Straubing ist sehr gut in die Saison gestartet, gehört aber nicht zu den Top-Teams der Liga. Insofern sind sie auf dem Papier ein Gegner, den wir besiegen können. Wir wollen zeigen, dass wir die bessere Mannschaft sind“, sagt Buijs, der mit dem kompletten und fitten Kader am Freitag den knapp 650 Kilometer langen Weg angetreten hat.

Für den dritten Saisonsieg ist für den USC mehr Konstanz und Stabilität nötig, die den Unabhängigen bislang zu oft fehlte. Allerdings ist Straubing ein anderes Kaliber als zuletzt der SSC Palmberg Schwerin und der Dresdner SC (jeweils 0:3), der Druck des Gegners wird nicht dauerhaft so hoch sein. Und doch muss Münster beim Wiedersehen mit seinem ehemaligen Co-Trainer Benedikt Frank sowie mit den früheren USC-Spielerinnen Julia Schaefer und Lisanne Meis voll auf der Höhe sein. „Straubing hat ein kompaktes Team und einen starken Kampfgeist“, erklärt Buijs, der die Zuspielerin Magdalena Gryka und Lisa Izquierdo-Mocasqui – sie vertritt derzeit die noch verletzte Sophie Dreblow als Libera – als Anführerinnen ausgemacht hat. Im Angriff sorgen Topscorerin Lena Große Scharmann, Schaefer und Ragni Steen Knudsen – sie ist neben Blockerin Oda Lovo Steinsvag eine von zwei norwegischen Nationalspielerinnen bei Nawaro – für Gefahr und Punkte.

Die zehn Tage zwischen dem Dresden-Heimspiel und dem Auftritt in Straubing hat Buijs mit seinen Schützlingen „gut genutzt“, unter anderem waren die Volleyballer des Drittligisten TSC Gievenbeck im Training zu Gast. Mehr Schlaghärte und Athletik forderten die USC-Spielerinnen, die Sinne sind also geschärft für das Duell in Straubing. „Wir sind körperlich und mental topfit. Nun wollen wir uns endlich auch mal wieder für unsere harte Arbeit im Training belohnen“, sagt der Coach.

Ein Sieg soll her, diesen Anspruch formulierten Ivana Vanjak, Lina Alsmeier oder Juliane Langgemach nach der Partie gegen Dresden. Und mit einem Erfolg würden sie ganz nebenbei auch die Bundesliga-Statistik des USC gegen Nawaro positiv gestalten.

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