Volleyball: Bundesliga Frauen
Bock und Vanjak zurück beim USC Münster

Münster -

Nach der Olympia-Qualifkation ist vor der Bundesliga. Nur einen Tag nach dem Olympia-Aus in Apeldoorn nahmen Linda Bock und Ivana Vanjak schon wieder das Training beim USC Münster auf. Am Mittwoch spielt der Bundesligist in Stuttgart.

Montag, 13.01.2020, 15:00 Uhr aktualisiert: 14.01.2020, 14:34 Uhr
Linda Bock: „Ich habe noch genügend Energie.“
Linda Bock: „Ich habe noch genügend Energie.“ Foto: imago-images

Für Linda Bock reichte eine Nacht nicht aus, um die Gefühle zu ordnen. Auch am Montag schwankte die Volleyball-Nationalspielerin noch zwischen Stolz und Enttäuschung. Da war natürlich die Freude darüber, dem großen Glück so nahe gewesen zu sein. Und dann führte der letzte Schritt dann doch ins Leere. Deutschland hat die Qualifikation für das olympische Turnier im Sommer in Tokio verpasst. Nach vier teils glänzenden Siegen ging das Endspiel gegen die Türkei am Sonntag 0:3 verloren. Bitter, schmerzhaft. „Vor allem, weil wir ein richtig gutes Turnier gespielt haben“, sagt Bock.

Die junge Frau ist 19, sie wird in ihrer Karriere weitere Chancen bekommen. Im Frühjahr 2019 debütierte Bock in der DVV-Auswahl. Im Herbst spielte die Libera ihre erste Europameisterschaft.Jetzt die Olympia-Qualifikation in Apeldoorn mit Einsatzzeiten in allen Spielen und oft in entscheidenden Satzphasen. Bundestrainer Felix Koslowski hat augenscheinlich großes Vertrauen in das Talent aus Westfalen, das 2018 vom Zweitligisten Borken zum USC Münster gewechselt war.

Am Montagabend stand Bock schon wieder im Training des Bundesligisten. Der enge Spielplan sieht keine Verschnaufpausen für die Nationalspielerinnen vor. Atemlos geht es durchs Land. An diesem Dienstag macht sich der USC auf den Weg nach Stuttgart. Beim Deutschen Meister bestreitet Münster am Mittwoch (19 Uhr) sein erstes Rückrundenspiel. „Es geht schon. Ich habe noch genügend Energie“, sagt Bock klaglos.

Die Zeit beim Nationalteam sei sehr gut und sehr hilfreich gewesen. „Ich habe immens viel gelernt, davon werde ich auch in der Liga profitieren“, meint die Spielerin. Der USC kann jedweden Qualitätszuwachs gebrauchen. Die Hinrunde mit Platz acht und nur drei Siegen in zehn Spielen war eine ziemliche Enttäuschung. „Da ist nichts schönzureden“, meint Bock. Über die Ursachen mag sie nicht sprechen. Nur dies sagt sie: „Es gibt da verschiedene Dinge.“

Auch Ivana Vanjak zählte zum DVV-Kader in Apeldoorn. Sie spielte wenig und „somit nur eine kleine Rolle. Aber es war schön, dazuzugehören und zumindest im Training helfen zu können.“ Dass es nun in der Liga direkt weitergeht, ist der Angreiferin ganz angenehm. „Der Schlag im Finale am Sonntag war schon sehr hart. Es ist gut, dass alle direkt wieder aufstehen müssen und keine Zeit bleibt, in ein Loch zu fallen“, so die 24-Jährige. Tatsächlich freut sie sich sogar auf die Partie in Stuttgart: „Das ist ein super schwieriges Spiel. Ich liebe solche Herausforderungen.“

Sei’s drum: Münster muss in der zweiten Saisonhälfte zulegen. Aktuell ist sogar die Playoff-Teilnahme für den Tabellenachten in Gefahr. Schon am Mittwoch kann „Verfolger“ VC Wiesbaden (Heimspiel gegen Nawaro Straubing) nach Punkten zum USC aufschließen. „Natürlich hatten wir uns für die Zeit bis Weihnachten ein bisschen höhere Ziele gesetzt“, bestätigt Vanjak, „aber unser Team ist jung, und die Fortschritte werden schon kommen. Ich habe da volles Vertrauen in die Mädels.“

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