Volleyball: Bundesliga Frauen
USC offenbart gegen Erfurt Mängel in allen Elementen

Münster -

Zumindest waren alles selbstkritisch. Am Mittwochabend lief aus Sicht des USC Münster gegen SW Erfurt nicht viel zusammen. Beim 1:3 ließen sich schwere Defizite auf allen Sektoren feststellen. Wo die gute Form der Vorwochen geblieben war? Rätselhaft.

Freitag, 31.01.2020, 09:32 Uhr aktualisiert: 31.01.2020, 09:40 Uhr
Libera Linda Bock (linkes Bild) war noch die Beste im USC-Team und wurde als wertvollste Spielerin ausgezeichnet.
Libera Linda Bock (linkes Bild) war noch die Beste im USC-Team und wurde als wertvollste Spielerin ausgezeichnet. Foto: Jürgen Peperhowe

Fehler in allen Teilen – der Spruch, der früher häufig auf einen Autohersteller aus Norditalien gemünzt wurde, passte am Mittwochabend zum Bundesliga-Auftritt des USC Münster. Auf kompletter Ebene offenbarten die zuletzt stabilen wie erfolgreichen Grün-Weißen Mängel, das Selbstvertrauen aus zuvor drei Siegen in Serie war wie weggezaubert. Die 1:3-Niederlage gegen SW Erfurt, das bis dato erst einmal in der laufenden Saison gewonnen hatte, war das jähe wie überraschende Ende des Höhenflugs.

Es lief einfach nichts zusammen. Die Annahme hatte mächtig Probleme, im Angriff passte es nicht – und auch die Abstimmung in der Block-Feld-Abwehr ließ die nötige Qualität vermissen. Ach, und mit dem Aufschlag vermochte der USC nur wenig Druck auszuüben. „Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht“, sagte Demi Korevaar, die im Block mit Barbara Wezorke begann und zwischendurch mit Juliane Langgemach an der Seite spielte. Aber auch sie schafften es nicht, Erfurts Schwung zu bremsen. „Im Block und in der Abwehr waren wir nicht gut, der Gegner ist zu leicht zu Punkten gekommen“, meinte die Niederländerin, die wie ihre Teamkolleginnen nach den drei Siegen eine gestiegene Erwartungshaltung gegen den Tabellenvorletzten spürte. „Wir hatten sicher Druck. Und dadurch hat uns die Lockerheit der letzten Spiele gefehlt“, sagte Libera Linda Bock. Und die Verkrampfung nahm nach dem „nicht guten ersten Satz“ (Bock), den der USC sogar noch gewonnen hatte, von Ballwechsel zu Ballwechsel zu – die Leichtigkeit des Seins fehlte diesmal völlig.

Ein Rückschlag für Münster, das sich beinahe noch in den Tiebreak gerettet hätte, im vierten Durchgang aber vier Satzbälle vergab. Symptomatisch für den gebrauchten Abend, der so mit einer Enttäuschung endete. „Erfurt hat gut gespielt und stark verteidigt. Aber dennoch ist es ein Gegner, den wir schlagen sollten. Diesmal hatten wir was zu verlieren, das haben wir gemerkt. Wir müssen als nächsten Schritt länger auf hohem Niveau spielen“, so Korevaar. Dafür gilt es nun im Training zu arbeiten. „Und es dann in Vilsbiburg besser zu machen.“

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