Volleyball: Bundesliga Frauen
USC plant in Vilsbiburg nach der negativen die positive Überraschung

Münster -

Das 1:3 zu Hause gegen Erfurt war nicht eingeplant. Umso wichtiger wäre für den USC Münster ein Sieg bei den Roten Raben Vilsbiburg am Mittwoch. Vor dem TV-Livespiel haben die Grün-Weißen zumindest im Training eine Reaktion gezeigt.

Dienstag, 04.02.2020, 16:36 Uhr aktualisiert: 04.02.2020, 18:09 Uhr
Strecken für den Auswärtssieg: Barbara Wezorke (r.) und der USC wollen sich nach dem 1:3 gegen Erfurt (hier mit Lindsay Flory) in Vilsbiburg rehabilitieren.
Strecken für den Auswärtssieg: Barbara Wezorke (r.) und der USC wollen sich nach dem 1:3 gegen Erfurt (hier mit Lindsay Flory) in Vilsbiburg rehabilitieren. Foto: Jürgen Peperhowe

Für die Extraration an Proviant sorgte am Dienstag Johanna Müller-Scheffsky. Zu ihrem Ehrentag brachte die nun 22-Jährige einen Geburtstagskuchen mit an Bord des Busses, der den USC Münster gut 650 Kilometer weit ins niederbayrische Vilsbiburg kutschierte. Bei den dort heimischen Roten Raben sind die Unabhängigen Mittwoch (19.10 Uhr/live bei Sport 1) gefordert – und wollen die überraschende Niederlage gegen SW Erfurt ausbügeln.

Das 1:3 gegen das Kellerkind aus Thüringen ist in vielen Unterredungen aufgearbeitet worden. Gemeinsam im Team, dann auch in Einzelgesprächen. Abgehakt, wenn auch nicht vergessen. „Wir wissen, was wir besser machen müssen“, sagt USC-Trainer Buijs und spricht dabei die Mängel in der Abwehr an. „Das war ein wichtiger Punkt, da waren wir nicht gut genug. Der Kampfgeist war ja da, aber unsere Organisation haben wir nicht gehalten. Und dann sind wir nervöser geworden und haben keine Ballkontrolle mehr bekommen.“

Dass diese unabdingbar ist, um etwas Zählbares von der längsten Auswärtsreise mitzunehmen, ist allen bewusst. Die Raben, 3:2-Sieger im Hinspiel am Berg Fidel, haben bei einer Partie weniger fünf Zähler mehr als Münster und liegen damit noch in Reichweite von Platz vier – ein Nachweis der Qualität, die das Team vom im Sommer scheidenden Trainer Timo Lippuner auf das Feld bringt. Die Multi-Kulti-Truppe mit Spielerinnen aus acht Nationen hat mit Nikki Taylor (USA) eine der Top-Angreiferinnen der Bundesliga in ihren Reihen, die mit ihrer Landsfrau Neira Ortiz im Block, Libera Myrthe Schoot (Niederlande) oder dem Zuspiel-Duo Lena Möllers und Corina Glaab drei der vergangenen vier Partien gewann. Einzig in Schwerin gab es jüngst ein 0:3. „Vilsbiburg ist eine gute und sehr erfahrene Mannschaft“, sagt Buijs, der über ein starkes Side-Out Vertrauen für das eigene Spiel und damit Druck für den Gegner aufbauen will. „Im Training hat es bei uns schon wieder richtig gut funktioniert, nun muss es auch auf dem Feld passen“, sagt Buijs. Dann könnte es für die „Wundertüte“, wie die Raben den USC auf ihrer Homepage nannten, für Punkte reichen.

An der Großen Vils kann der Niederländer auf seinen kompletten Kader bauen, auf Marvin Mallach an seiner Seite muss er allerdings verzichten. Der Co-Trainer ist am vergangenen Freitag Vater einer Tochter geworden. Ein freudiges Ereignis, dem die Grün-Weißen nun mit einem Erfolg ein weiteres folgen lassen wollen. Schwer genug wird die Aufgabe.

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