Volleyball: Bundesliga Frauen
USC gibt in Vilsbiburg die passende Antwort

Münster -

Offenbar war die 1:3-Schlappe gegen SW Erfurt vor einer Woche nur ein Ausrutscher. Mit dem 3:1-Sieg bei den Roten Raben Vilsbiburg bestätigte der USC Münster seine in diesem Kalenderjahr eigentlich ansteigende Formkurve.

Donnerstag, 06.02.2020, 13:16 Uhr aktualisiert: 07.02.2020, 12:46 Uhr
Hinein ins Vergnügen: Demi Korevaar überwindet hier Vilsbiburgs Nelmaira Valdez, Liza Kastrup sichert im Hintergrund ab.
Hinein ins Vergnügen: Demi Korevaar überwindet hier Vilsbiburgs Nelmaira Valdez, Liza Kastrup sichert im Hintergrund ab. Foto: Georg Gerleigner

Strahlend und glücklich stand Lina Alsmeier am TV-Mikrofon Rede und Antwort. „Ich bin sehr stolz auf das Team. Wir sind ohne Druck reingegangen und wollten unser bestmögliches Volleyball zeigen“, sagte die Angreiferin, die den zweiten Matchball des USC Münster verwandelte und damit den 3:1-Erfolg bei den Roten Raben Vilsbiburg perfekt machte. Die Grün-Weißen hatten die bundesweite Plattform, die der Sender Sport 1 mit seiner Live-Übertragung am Mittwoch zur besten Sendezeit geboten hatte, nahezu optimal genutzt – und bügelten damit umgehend die Heimschlappe gegen SW Erfurt aus der Vorwoche aus.

Es war die passende Antwort und gleichzeitig der vierte Erfolg im fünften Spiel 2020. „Der Sieg war mental sehr wichtig, er hat eine große Bedeutung für uns“, sagte Trainer Teun Buijs, der mit seinen Schützlingen am Donnerstagmorgen um 6 Uhr wieder zurück am Berg Fidel war. Am Abend zuvor ging die Taktik der Unabhängigen auf, basierend auf dem druckvollen Aufschlag sowie einer stabilen Annahme und Abwehr um die starke Libera Linda Bock – sie erhielt die Auszeichnung zur wertvollsten Spielerin – überraschten die Unabhängigen die Roten Raben mit ihren Angriffen durch die Mitte. Barbara Wezorke (14 Punkte) und Demi Korevaar (6) fanden immer wieder Lücken und entlasteten damit Ivana Vanjak und Lina Alsmeier. Im Gegenzug schaffte es der Gastgeber vor 953 Zuschauern nicht, wie beim Hinserien-3:2 in Münster sein Spiel durch die Mitte durchzubringen. „Wir haben es geschafft, Vilsbiburgs erstes Tempo wegzunehmen und haben gleichzeitig variabel unsere Taktik durchgezogen. Unsere Ballkontrolle war sehr gut, wir haben insgesamt nur wenige Fehler gemacht und so den Stress auf die andere Seite geschoben“, lobte Buijs seine Schützlinge.

Diese hatten lediglich im dritten Abschnitt, als die Raben mit dem Mute der Verzweiflung mehr riskierten, ihre Probleme, die sie aber umgehend wieder behoben. Die Grün-Weißen blieben cool, auch als Vilsbiburg den zwischenzeitlichen Fünf-Punkte-Rückstand (14:19) verringerte und beim 20:22 wieder dran war an den Münsteranerinnen. Doch der Doppelblock von Vanjak und Korevaar zum 23:20 beseitigte aufkommende Zweifel, die Alsmeier nach einem langen Ballwechsel endgültig wegwischte.

„Wir haben mentale Stärke gezeigt nach dem dritten Satz, in dem wir mehr Fehler gemacht haben, und sind ruhig geblieben, als es am Ende noch mal knapp wurde. Das war der Schlüssel“, meinte Alsmeier. Und mit dem öffnete Münster das Schloss zum Sieg, der den Unabhängigen richtig guttut.

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