Volleyball: Frauen-Bundesliga
USC Münster und die Kunst des Fremdelns

Münster -

Nein, sagt Volleyball-Trainer Teun Buijs, er werde seine Mannschaft vor Heimspielen nicht in den Bus setzen und vier Stunden durch Münster fahren lassen. Obwohl die Idee so abwegig nicht ist, denn auf Reisen ist der USC Münster scheinbar deutlich stärker als bei Heimspielen. as zumindest sagt die Statistik. Doch es gibt Gründe ...

Donnerstag, 27.02.2020, 16:08 Uhr aktualisiert: 28.02.2020, 15:58 Uhr
Ein Auftritt mit durchschlagendem Erfolg: Ivana Vanjak überwindet hier den Dresdner Block.
Ein Auftritt mit durchschlagendem Erfolg: Ivana Vanjak überwindet hier den Dresdner Block. Foto: USC Münster

„Ich könnte vorschlagen, dass wir am Sonntag in Straubing spielen statt in Münster. Ich glaube nur, dass unser Präsident Martin Gesigora da vielleicht nicht mit einverstanden wäre.“ Teun Buijs, Trainer der Volleyball-Bundesligaspielerinnen des USC Münster, ist die verquere Heim-Auswärts-Bilanz seiner Schützlinge natürlich nicht verborgen geblieben. Zwei Siege erarbeitete sich der USC in acht Anläufen am Berg Fidel, gleich sechs Mal waren die Unabhängigen bei ihren neun Auswärtsauftritten erfolgreich. Beim Dresdner SC machten die Münsteranerinnen am Mittwochabend in überzeugender Manier und in drei glatten Sätzen das halbe Dutzend voll.

„Aber keine Sorge, wir spielen auch gerne zuhause“, stellt Buijs klar. Vielleicht sogar ein bisschen zu gern: „Die Mannschaft ist jung, sie will gut spielen und sie will gewinnen.“ Vor dem Heimpublikum sei der Druck dann möglicherweise zu hoch. „Aber das geht den anderen Mannschaften nicht viel besser. Wir gewinnen in Dresden, aber Dresden hatte dafür ja auch das Hinspiel bei uns in Münster gewonnen. Gegen Erfurt und Vilsbiburg war es genauso.“ Zudem sprechen diese Ergebnisse für die Ausgeglichenheit der Liga auf „sehr hohem Niveau“.

Am Sonntag gegen Nawaro Straubing soll jetzt also der Berg Fidel wieder wie in alten Zeiten zur Festung ausgebaut werden. Als Blaupause dient dazu der jüngste 3:0-Coup in Dresden. Das verspätete Geburtstagsgeschenk ist beim Trainer bestens angekommen, auch und vor allem, weil die drei Punkte so hübsch verpackt waren: „Ich freue mich sehr darüber, dass wir so gut gespielt haben.“ Buijs verlieh dem 25:20, 25:22, 25:19-Erfolg spontan das Prädikat „besonders wertvoll“. „Unser bestes Spiel seit drei Jahren“, so der Trainer. Eine Punktediät zumindest ist in der just gestarteten Fastenzeit nicht vorgesehen.

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