Volleyball: Bundesliga Frauen
Nationalspielerin Linda Bock bleibt dem USC Münster treu

Münster -

Gute Nachricht in schlechten Zeiten: Nationalspielerin Linda Bock hat allen Verlockungen aus dem In- und Ausland widerstanden und bleibt dem USC Münster erhalten. Trainer Teun Buijs kann zwei weitere Jahre auf die Dienste seiner Führungsspielerin bauen. Abschied nehmen dagegen Doreen Luther und Johanna Müller-Scheffsky.

Mittwoch, 01.04.2020, 11:24 Uhr aktualisiert: 01.04.2020, 11:56 Uhr
Linda Bock hat weiter Bock auf Münster. Foto:
Linda Bock hat weiter Bock auf Münster. Foto: Foto: Michael Muecke

Nationalspielerin Linda Bock hat ihren auslaufenden Vertrag trotz alternativer Angebote aus der Bundesliga um zwei Jahre verlängert und trägt damit auch in den kommenden beiden Spielzeiten das Trikot der Unabhängigen.

Die Libera stand auf dem Wunschzettel aller an der Kaderplanung beteiligten Verantwortlichen ganz oben. Cheftrainer Teun Buijs ist entsprechend zufrieden und voll des Lobes: „Linda hat eine unglaubliche Entwicklung genommen und übernimmt schon jetzt sehr viel Verantwortung auf dem Feld. Ich bin sehr glücklich, weiter mit ihr planen und arbeiten zu können. Sie hat noch eine große Karriere vor sich.“

Um zwei Jahre verlängert

Vor zwei Jahren war die gebürtige Borkenerin zum USC gekommen. Nun also zwei weitere Jahre. „Ich habe mich endgültig in Münster eingelebt, und das Umfeld passt. So kann ich mich voll auf den Sport konzentrieren“, begründet die 19-Jährige ihren Verbleib. „Außerdem haben wir mit Ralph Bergmann einen sehr kompetenten neuen Mann in der Führung, was ich sehr schätze.“ Der neue Sportliche Leiter des USC gibt das an ihn ausgesprochene Kompliment gerne zurück: „Linda ist ein sehr wichtiger Baustein für unsere Mannschaft“, so Bergmann. „Ihre Qualität in Annahme und Abwehr und ihre positive Energie auf dem Feld tun jeder Mannschaft gut, umso mehr sind wir froh, dass sich Linda wieder für den USC entschieden hat.“

Freude beim Präsidenten

USC-Präsident Martin Gesigora zeigt sich ebenfalls hochzufrieden: „Wir freuen uns, dass sie bei uns bleibt. Sie ist trotz ihres jugendlichen Alters bereits eine Stütze unserer Mannschaft und ich bin froh, dass wir nun weiter mit ihr planen können.“

Wie ihre Team-Kolleginnen ist auch Bock derzeit in der Zwangspause. In ihrer Heimat Borken hält sie sich gemeinsam mit ihrem Freund fit – die beiden trainieren täglich zusammen. Das Ziel klar vor Augen: „Ich hoffe, die neue Saison beginnt pünktlich“, so Bock. „Dann möchte ich gerne an unsere in der Rückrunde gezeigten Leistungen anknüpfen und erneut eine gute Ausgangsposition für die Playoffs anvisieren.“

Neben Linda Bock stehen aktuell folgende Spielerinnen für die Saison 2020/21 beim USC unter Vertrag: Kapitän Barbara Wezorke (Mittelblock), Lina Alsmeier (Außen/Annahme), Liza Kastrup (Diagonal), Luisa Keller (Außen/Annahme), Demi Korevaar (Mittelblock), Sarah van Aalen (Zuspiel) und Taylor Nelson (Zuspiel). In den kommenden Tagen wird Bergmann das Gespräch mit Juliane Langgemach suchen. Ihr Vertrag läuft ebenfalls aus.

Zwei weitere Abgänge

Nach dem Abgang von Ivana Vanjak werden auch Doreen Luther und Johanna Müller-Scheffsky den Verein verlassen. Der Vertrag von Ersatz-Libera Müller-Scheffsky läuft aus. Luther war noch mit einem laufenden Vertrag ausgestattet, hat diesen jedoch nach einem ausführlichen Gespräch mit Bergmann gekündigt. Der Sportliche Leiter des USC konnte der 23-Jährigen, die vor einem Jahr vom Drittliga-Absteiger ASV Senden nach Münster gewechselt war, keine sportliche Perspektive im Bundesliga-Team aufzeichnen, woraufhin sich die Mittelblockerin zur Kündigung ihres Profi-Vertrags entschieden hat und sich fortan stärker auf Ausbildung und Studium konzentrieren will. 

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