Volleyball: Frauen-Bundesliga
Frühere ASVerin Doreen Luther verlässt den USC Münster

Senden -

Das Privileg, in der Bundesliga zu spielen, dürfen nicht viele Volleyballerinnen genießen. Doreen Luther aber kam im vergangenen Jahr unverhofft in den Genuss, das Oberhaus kennenzulernen. Doch nach einem Jahr beim USC Münster ist Schluss, die 23-Jährige peilt ein Studium an. Eine Menge Erfahrungen und Erlebnisse aber nimmt Luther mit – volleyballerisch wie auch menschlich.

Mittwoch, 01.04.2020, 17:00 Uhr aktualisiert: 02.04.2020, 17:04 Uhr
Doreen Luther
Doreen Luther Foto: USC Münster

Vor einem knappen Jahr hatte sich Doreen Luther entschieden, ein neues Kapitel in ihrer Volleyball-Karriere aufzuschlagen. Vom Drittligisten ASV Senden, bei dem sie mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht hatte, ging es für die Mittelblockerin zum USC Münster – in die Bundesliga. Doch nach nur einer Saison, die im März wegen der Corona-Krise erst ab- und dann unterbrochen wurde, ist dieser Abschnitt wieder geschlossen. Die gerade 23-Jährige kündigte ihren noch bis 2022 gültigen Kontrakt nach einem Gespräch mit dem Sportlichen Leiter Ralph Bergmann. „Es wird Zeit für mich, dass ich an meine Zukunft denke und mich meinem Studium widme. Und dafür ist jetzt ein guter Augenblick“, sagt Luther, die im Oktober mit dem Pharmazie-Studium beginnen möchte. „Das ist aber nicht mit dem Leistungssport kompatibel.“

Abenteuer Eliteklasse

Diesen hat die gelernte Pharmazeutisch-Technische Angestellte beim USC intensiv kennengelernt und nimmt viel mit aus dem Abenteuer in der Eliteklasse. „Das ganze Drumherum in der Bundesliga, die Auswärtsfahrten – das alles war schon spannend“, erklärt Luther, die sich in ihren ersten Wochen am Berg Fidel an das Level gewöhnen musste. „Das Niveau und die Intensität im Training kannte ich so nicht, da musste ich mich reinfinden.“

Debüt in Aachen

Und das schaffte die Dülmenerin, die am 12. Oktober beim 0:3 in Aachen ihr Debüt feiert und einen Monat später beim 2:3 gegen Vilsbiburg ein zweites Mal eingewechselt wurde. „Natürlich hätte ich mir mehr Spielanteile gewünscht“, sagt Luther, die mit Kapitänin Barbara Wezorke, Demi Korevaar und Juliane Langgemach starke Mitbewerberinnen in der Mitte hatte. Einen erbitterten Konkurrenzkampf erlebte sie aber nicht. „Jede hat jede unterstützt, der Zusammenhalt war toll“, sagt Luther, die sich ihre gesteckten Ziele erfüllt hat. „Ich habe mich sportlich super entwickelt, das hat mir auch das Trainerteam als Feedback mitgegeben.“

Dennoch will sie nun erst einmal eine Saison pausieren, eventuell im Sommer mal aufs Beachvolleyball-Feld. „Aber ich kenne mich, vielleicht habe ich in drei Monaten wieder Bock auf Hallen-Volleyball.“ Und dann kann sie ihre gesammelte Erfahrung gewinnbringend einfließen lassen.

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