Volleyball: Neue Saison unter besonderen Vorzeichen
USC, TSC, Aasee und VC Olympia: Terminkalender sind prall gefüllt

Münster -

Der Neustart wird schwierig, zumindest auf dem Papier kommt die Volleyball-Szene voran. Ende September oder Anfang Oktober wird in der Frauen-Bundesliga wieder um Punkte gespielt. Dann soll auch in der 3. Liga der Ball fliegen. Bei den Frauen in einer 14er-Staffel.

Dienstag, 09.06.2020, 09:52 Uhr aktualisiert: 09.06.2020, 15:03 Uhr
Ende September sollen der USC und seine Spielführerin Barbara Wezorke wieder um Punkte spielen.
Ende September sollen der USC und seine Spielführerin Barbara Wezorke wieder um Punkte spielen. Foto: Jürgen Peperhowe

Als sich Covid-19 in Deutschland ausbreitete, hat die Volleyball Bundesliga (VBL) schnell gehandelt. Es brauchte im März nur wenige Diskussionen bis zum Entscheid, die Saison abzubrechen. Alsbald zogen der Deutsche Volleyball-Verband als Hüter der 3. Ligen sowie dessen Landesverbände nach. Tatsächlich schuf nur die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) noch rascher Fakten.

Auch mit Blick auf die nächste Saison steuert die Pritsch- und Baggergilde in der Spitzengruppe voraus. Allen Unwägbarkeiten zum Trotz. Die Frauen-Bundesliga mit dem USC Münster als Dauerbrenner will am letzten September- oder ersten Oktober-Wochenende starten. Wie und ob überhaupt, liegt kaum in den Händen von Ligaverwaltung und Vereinen. Corona könnte jeden noch so gut vorbereiteten Weg unterhöhlen, Planungssicherheit gibt es in diesen Wochen und Monaten nicht. Stattdessen ein Zeitfenster, das die Situation zusätzlich erschwert. Da Anfang Mai die Nations League beginnt, muss die Spielzeit am 24./25. April abgeschlossen sein. Das ist zunächst unverrückbare Vorgabe des Europäischen Verbandes. Ohnehin platzt der Kalender 2021 aus allen Nähten. In der zweiten Jahreshälfte sollen noch das olympische Turnier in Tokio und die Europameisterschaften in Serbien ausgetragen werden. Es ist eine Dauerhatz, der die Bundesliga vorab Tribut zollt. Zwei Spieltage in den Weihnachtsferien werden bei den Protagonisten kaum Jubelsprünge auslösen.

In der Ersten Liga sind überwiegend Profis unterwegs, in der Dritten ambitionierte Amateure. In der West-Staffel der Frauen wird es vorübergehend kuschelig eng. Mit 14 gemeldeten Mannschaften ist die maximale Staffelstärke erreicht. Zum Feld gehören die zweite Mannschaft des USC, BW Aasee und die Talente des VC Olympia Münster. Die Aufstockung hat neben dem zeitlichen Mehraufwand zur Folge, dass vermutlich vier Teams direkt absteigen. Der erste Spieltag ist für das letzte September-Wochenende geplant. Etwas überschaubarer ist es bei den Männern: Vermutlich zwölf Teams, 22 Spieltage, mittendrin das junge und ambitionierte Team des TSC Gievenbeck, das gegenwärtig auf Trainersuche ist. Verhandlungen mit Kandidaten sind inzwischen weit gediehen. Wahrscheinlich noch in dieser Woche wird der Nachfolger von Axel Büring vorgestellt.

Offen ist weiterhin der Termin des Saisonstarts in den Ligen des Westdeutschen Volleyball-Verbandes. Es sei noch nichts fixiert, hieß es am Montag auf Anfrage beim WVV.

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