Volleyball: Frauen-Bundesliga
Es wächst etwas zusammen beim USC Münster

Münster -

Mittlerweile hat USC-Trainer Teun Buijs seinen kompletten Kader beisammen. Die Vorbereitung läuft nach Plan. Am Samstag kann der Niederländer erste Erkenntnisse unter Wettkampfbedingungen gewinnen, um 14 Uhr kommt Bundesliga-Konkurrent Lib Aachen an den Berg Fidel.

Freitag, 28.08.2020, 16:05 Uhr
Psst, schau mal! So könnte es gehen: Trainer Teun Buijs geht mit dem USC Münster am Samstag in das erste Testspiel, die Ladies in black Aachen gastieren dann bei den Unabhängigen.
Psst, schau mal! So könnte es gehen: Trainer Teun Buijs geht mit dem USC Münster am Samstag in das erste Testspiel, die Ladies in black Aachen gastieren dann bei den Unabhängigen. Foto: Jürgen Peperhowe

Teun Buijs wirkt entspannt. „Danke, mir geht es gut“, sagt der Niederländer. Trotz der ganzen Arbeit. Oder vielleicht gerade deswegen. Denn die Vorbereitung verläuft in den ersten Wochen nach Plan beim USC Münster, wenn überhaupt sind es nur Kleinigkeiten, an denen der Trainer etwas auszusetzen hat. „Ich bin wirklich sehr zufrieden, wie alles läuft. Wir arbeiten viel und kommen vorwärts.“

Seit knapp zwei Wochen mit der Ankunft von Helo Lacerda ist sein Kader komplett beisammen, der Prozess des Kennenlernens und des Teambuildings entwickelt sich nach den Wünschen des Coaches. „Der August ist wie jedes Jahr wichtig, um neue Spielerinnen in die Mannschaft zu integrieren. Sie müssen verstehen, welche Sprache die Trainer sprechen, müssen sich aber auch untereinander kennenlernen“, sagt Buijs, der keinerlei zwischenmenschlichen Probleme in der Mannschaft erkennt. Helo Lacerda und die Amerikanerin Adeja Lambert – die beiden wohnen in der Innenstadt in einer WG – sind ebenso gut aufgenommen worden wie Anika Brinkmann und Nele Barber, die schon vor der Sommerpause zum Team gestoßen waren. Nicht nur in der Halle ist das Team beisammen, auch in der Freizeit unternimmt es viel gemeinsam. Ein Bad im Kanal, ein Besuch auf dem Wochenmarkt und der Burg Hülshoff oder ein kühler Drink in der Stadt. „Sie sind alle viel gemeinsam unterwegs, und das ist gut so“, beobachtet Buijs das Miteinander.

Auch sportlich befinden sich die Unabhängigen auf einem guten Weg, wie der 60-Jährige findet. Im Kraft- und Konditionstraining ziehen seine Schützlinge mit und weisen gute Werte auf, dazu arbeiten Coaches und Spielerinnen in den Balleinheiten intensiv an Technik, Taktik und den Systemen. Hilfreich ist, dass mit dem Zuspiel (Taylor Nelson, Sarah van Aalen), dem Mittelblock (Demi Korevaar, Juliane Langgemach und Kapitänin Barbara Wezorke) sowie in der Annahme mit Libera Linda Bock ein Gerüst des Vorjahres Stabilität verleiht, Abläufe bekannt sind. Nun gilt es, den Angriff mit den Neuzugängen Helo Lacerda, Lambert und Brinkmann sowie mit Liza Kastrup gewinnbringend einzubeziehen und die Annahme neben Bock stabil zu bekommen. Dabei spielt die routinierte Brinkmann (34) eine wichtige Rolle, die sie einzunehmen vermag. „Ich bin von Anika sehr beeindruckt. Sie macht es sehr gut“, sagt Buijs, dem sich mit Barber, Lambert oder Kastrup weitere Möglichkeiten in der Annahme bieten.

Am Samstag kann Buijs erste Erkenntnisse unter Wettkampfbedingungen gewinnen, um 14 Uhr kommt Bundesliga-Konkurrent Lib Aachen an den Berg Fidel. Das Augenmerk liegt dabei auf dem eigenen Spiel, die Taktik des umformierten Gegners mit dem neuen Coach Eelco Beijl spielt keine Rolle. „Unsere Organisation auf dem Feld, unser Auftreten ist wichtig“, sagt Buijs, der sein gesamtes Aufgebot auf das Feld bringen will, um „die Spielerinnen in den Rhythmus zu bringen“.

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