Reiten: K+K-Cup
Die unvermeidbare Absage des traditionellen Events in der Halle Münsterland

Münster -

Diese Absage kommt nicht unbedingt überraschend. Auch der K+K-Cup 2021, der vom 6. bis zum 10. Januar wieder Tausende Zuschauer in die Halle Münsterland locken sollte, findet wegen der Corona-Pandemie nicht statt. Das bestätigte Turnierchef Oliver Schulze Brüning.

Donnerstag, 08.10.2020, 17:04 Uhr aktualisiert: 09.10.2020, 18:08 Uhr
Der K+K-Cup, hier der belgische Sieger Andres Vereecke im Großen Preis von 2020, findet im Januar nicht statt.
Der K+K-Cup, hier der belgische Sieger Andres Vereecke im Großen Preis von 2020, findet im Januar nicht statt. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Nachricht kommt nicht mehr allzu überraschend, ist aber nun offiziell. Der K+K-Cup 2021, der vom 6. bis zum 10. Januar wieder Tausende Zuschauer in die Halle Münsterland locken sollte, findet nicht statt. „Seit 1926 ist das Turnier nur einmal zu Kriegszeiten ganz ausgefallen, nun leider ein zweites Mal. Aber wir hatten keine andere Möglichkeit, unter den derzeitigen Bedingungen ist die Austragung des K+K-Cups nicht realisierbar“, sagt Oliver Schulze Brüning, Turnierchef und Vorsitzender des gastgebenden Reiterverbands Münster.

Schon seit Wochen beschlich Schulze Brüning und seine Mitstreiter das ungute Gefühl, dass das traditionsreiche Hallenspektakel am Albersloher Weg ebenso wie schon das Turnier der Sieger im August der Corona-Pandemie zum Opfer fallen würde. Die Organisatoren wägten ab, überlegten und spielten viele Szenarien samt möglicher Hygienekonzepte durch – und kamen eine Woche vor dem Start des Vorverkaufs zu dem Schluss, dass eine Absage unvermeidbar ist. „Allein die Eintrittsgelder machen fast die Hälfte des Etats aus“, sagt Schulze Brüning mit Blick auf das Finanzielle. „Aber auch von der Stimmung her macht es nur wenig Sinn. Das Turnier lebt von der Atmosphäre und von den Zuschauern.“ Die Kür der Bauernolympiade statt vor ausverkaufter nur in einer zu einem Drittel besetzten Halle? Schwer vorstellbar. Der Große Preis, das Championat, das Kostümspringen oder das Gespannfahren vor fast leerem Haus? Nicht schön. Und auch eine Hengstschau am Abend des Eröffnungstages mit nur reduzierter Zuschauerzahl ist nicht sinnvoll.

„Die Entscheidung ist uns schwergefallen, aber es gab keine andere Möglichkeit“, sagt Schulze Brüning, der vor dem Gang an die Öffentlichkeit die Sponsoren des K+K-Cups informiert hatte. Die meisten Partner bedauerten die Absage, „hatten aber natürlich Verständnis. Und viele haben ihre weitere Unterstützung zugesagt“, erklärt Schulze Brüning.

In Zeiten der zahlreichen Turnierabsagen – schon im Weltcup fallen viele Stationen der Hallensaison aus – ist Münsters Verzicht für die Reiter ein weiterer Schlag ins Kontor. Das trifft nicht nur die Profis, sondern in Münster auch und besonders die ländliche Reiterei, die beim K+K-Cup immer eine große Bühne vorfindet mit dem Westfalentag, dem Mannschaftsspringen der Altkreise oder dem Wettkampf um die Wanderstandarte der Stadt Münster. „Wir überlegen, ob wir eine Alternative auf die Beine stellen können. Aber da ist noch nichts spruchreif“, sagt Schulze Brüning. Er hofft, bei der jährlichen Mitgliederversammlung am 26. Oktober zumindest in dieser Causa eine positive Nachricht überbringen zu können.

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