Volleyball: Bundesliga Frauen
Der USC Münster setzt in Schwerin auf eine gewisse Leichtigkeit

Münster -

Die Aufgabe könnte für den USC Münster gewiss leichter sein. Beim SSC Palmberg Schwerin ist die Mannschaft von Trainer Teun Buijs am Samstag gefordert – und gegen den Rekordmeister gab es zuletzt 17 Pflichtspiel-Niederlagen in Serie. Wenig aufbauend. Doch im Jahr 2020 ist der USC auswärts ungeschlagen. Ein wenig Hoffnung für den Außenseiter, der frei aufspielen will.

Freitag, 09.10.2020, 18:06 Uhr
Nele Barber, die auf ihren Ex-Club trifft, und Adeja Lambert (r.) gehen mit dem USC in Schwerin als Außenseiter in die Partie.
Nele Barber, die auf ihren Ex-Club trifft, und Adeja Lambert (r.) gehen mit dem USC in Schwerin als Außenseiter in die Partie. Foto: Jürgen Peperhowe

Lange Zeit elektrisierten die Duelle zwischen dem USC Münster und dem Schweriner SC ganz Volleyball-Deutschland. Meist auf Augenhöhe begegneten sich die beiden Vereine, die seit der Wende 17 Meisterschaften gewannen. Doch während die Glanzzeit der Unabhängigen, die mit dem Double 2005 die letzten Titel holten, vorbei sind, ist der Champions-League-Dauergast, Supercupsieger und Rekordmeister SSC nationale Spitzenklasse. Nicht nur deswegen geht der USC am Samstag (17 Uhr, live bei Sport 1) als Außenseiter in den zweiten Spieltag.

Auch die Statistik der letzten Aufeinandertreffen lässt keinen anderen Schluss zu, die vergangenen 17 Partien verlor Münster, das vor gut drei Wochen auch in der Vorbereitung zweimal den Kürzeren gegen Schwerin zog (0:4, 1:3). „Wir haben nichts zu verlieren, haben keinen Druck und können befreit aufspielen“, sagt USC-Coach Teun Buijs, der nach dem 3:2-Auftakterfolg gegen den VC Wiesbaden auf eine gewisse Leichtigkeit hofft. „Gegen Wiesbaden war es ein typisches erstes Saisonspiel, da haben viele Kleinigkeiten noch nicht gepasst. Aber das haben wir analysiert und daran gearbeitet, es geht Schritt für Schritt voran. Auch wenn wir noch nicht da sind, wo wir hinwollen, wollen wir in Schwerin guten Volleyball spielen“, erklärt der Niederländer. „Und einen Satz- oder gar Punktgewinn haben wir auch im Hinterkopf.“

Stoltenborg und Imoudu im Zuspiel

Denn auch der Gastgeber und Favorit ist seiner Einschätzung nach noch nicht bei 100 Prozent. Nach dem doppelten Zuspieler-Wechsel (Femke Stoltenborg und Denise Imoudu kamen für Denise Hanke und Britt Bongaerts) sowie den Abgängen der Top-Angreiferinnen McKenzie Adamas und Kimberly Drewniok befindet sich der SSC noch im Umbruch. „Auch Schwerin ist noch nicht fertig und braucht noch etwas Zeit. Dennoch haben sie erfahrene und starke Spielerinnen in der Mannschaft. Wir müssen besser aufschlagen, um unsere Möglichkeiten zu bekommen und dann unsere Taktik durchzubekommen.“

Für ein Duo wird der ewig junge Schlager zu einem Wiedersehen der besonderen Art. Münsters Nele Barber wechselte im Sommer aus Mecklenburg-Vorpommern nach Westfalen, Lina Alsmeier schlug die entgegengesetzte Richtung. „Ich denke, es könnte ein spannendes Spiel werden. Die Tests in Schwerin waren nicht unsere besten Spiele. Da haben wir ganz sicher noch nicht das gezeigt, was wir können“, meint die 25 Jahre alte Barber, die zum zehnköpfigen Aufgebot der Grün-Weißen gehört.

Langgemach bleibt der Pechvogel

Im Gegensatz zu Juliane Langgemach, die der Pechvogel bleibt. Nachdem sie in der Vorbereitung wegen Bauchmuskelproblemen aussetzen musste, sitzt sie trotz dreier negativer Tests wie gegen Wiesbaden ihre Quarantäne – die Blockerin hatte zuvor Kontakt zu einer an Corona erkrankten Person – noch bis Mittwoch ab.

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