Volleyball: Frauen-Bundesliga
Diesmal geht’s nicht gut für den USC Münster gegen Vilsbiburg

Münster -

Die Frauen des USC Münster sind noch nicht richtig angekommen in der neuen Bundesliga-Spielzeit. Nach dem knappen Auftakterfolg und der deutlichen Niederlage in Schwerin gab es am Sonntag ein überflüssiges 2:3 gegen die Roten Raben Vilsbiburg.

Sonntag, 18.10.2020, 17:38 Uhr aktualisiert: 24.10.2020, 21:31 Uhr
Auch letzte Anweisungen von Teun Buijs nutzten nichts. Der USC unterlag den Roten Raben Vilsbiburg 2:3.
Auch letzte Anweisungen von Teun Buijs nutzten nichts. Der USC unterlag den Roten Raben Vilsbiburg 2:3. Foto: Jürgen Peperhowe

Zweites Heimspiel, zweiter Tiebreak – diesmal aber im Gegenteil zur Partie gegen den VC Wiesbaden ohne erfolgreiches Ende. Gegen die Roten Raben Vilsbiburg unterlag der USC Münster 2:3 (25:18, 22:25, 25:13, 22:25, 12:15) und kassierte damit die zweite Niederlage im dritten Spiel. Das stank Münsters Trainer Teun Buijs: „Es ist enttäuschend, die Chance war da auf einen Sieg. Aber ich habe vorher gesagt, dass die Mannschaft noch nicht fertig ist. Das hat man gesehen“, erklärte der Niederländer.

Mit zwei Niederlagen waren die Niederbayern an den Berg Fidel gereist, „fehlende Konstanz“ hatte RRV-Coach Florian Völker bei seinem Team moniert – und das nicht umsonst. Nach dem ausgeglichenen Start mit leichten Vorteilen für die Gäste übernahm Münster ab dem 10:10 die Führung. Unter gütiger Mithilfe der Raben, die mit einem Aufschlag- (Danielle Brisbois), einem Angriffs- (Jodie Guilliams) und einem Aufstellungsfehler die Unabhängigen anschoben. Und einmal in Fahrt punktete Münster über Anika Brinkmann, Barbara Wezorke, Liza Kastrup und Demi Korevaar fleißig weiter. Beim 20:13 für den USC reagierte Völkel und gab der im Sommer zum RRV gewechselten Luise Keller ihr Spielmandat. Am klaren Ausgang des Eröffnungsabschnitts aber vermochte die 19-Jährige auch nichts mehr zu ändern.

Münster war im Vorteil, gab diesen direkt wieder aus der Hand. Mehr und mehr Fehler schlichen sich ein, nach zwei Blocks gegen Adeja Lambert – für sie kam dann Nele Barber – und einem erfolglosen Angriff von Kastrup stand es 3:7. Wie Vilsbiburg fehlt es in dieser jungen Phase der Saison auch dem USC noch an Konstanz und Stabilität – deutlich zu sehen ab dem 14:19. Der Gastgeber kämpfte sich über je zwei Wezorke-Punkte und Brinkmann-Asse heran (18:20, 22:23), gab dann aber mit zwei Unzulänglichkeiten – beim Satzball gab es gleich ein doppeltes Missverständnis – den Abschnitt ab.

Doch wie schon beim Tiebreak-Erfolg zum Saisonauftakt gegen den VC Wiesbaden ließ Münster dem Ab im zweiten Durchgang ein Auf im dritten folgen. Und was für eines: Mit einem Ass – es war einer ihrer zahlreichen starken Aufschläge – gab Brinkmann beim 3:2 die Richtung vor. Der von der nun auf dem Feld stehenden Taylor Nelson initiierte Schnellangriff über Wezorke und Demi Korevaar zeigte ebenso Wirkung wie die Aktionen über Außen mit Brinkmann und Barber. Zudem stand die Block-Feld-Abwehr, und die Raben streuten weiter Fehler ein. Kurzum: Dieser Satz war eine klare Angelegenheit, die Korevaar mit ihrem Ass zum 25:13 untermauerte. Ach ja, und zwischendurch feierte die 16-jährige Mia Kirchhoff ihr Kurz-Debüt in der Bundesliga.

Es lief rund, durch aber war die Geschichte vor 305 Zuschauern noch lange nicht. Münsters Ex Keller machte mit drei starken Angaben zum 4:2 gleich einmal deutlich, dass die Raben mehr können als in Abschnitt drei gezeigt. Münsters Rückstand pendelte sich, auch weil die Annahme nicht mehr stabil stand, mit Ausnahmen (13:14, 14:15) bei zwei bis vier Punkten ein – und wurde bis zum 20:24 auch nicht mehr kleiner. Die Folge: Tiebreak.

Es wurde ein wilder Ritt, in dem Münster schnell und weit ins Hintertreffen geriet (4:9), sich aber mit einer Energieleistung zurück kämpfte. Doch Kastrups Punkt zum 12:12 blieb der letzte des USC, zwei Raben-Blocks beendeten die Partie. „Wir haben uns selbst geschlagen. Unsere Fehlerquote war am Ende zu hoch“, sagte Brinkmann enttäuscht.

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