Volleyball: DVV-Pokal Frauen
Erfolg gegen Vilsbiburg würde USC nach Stuttgart zitieren

Münster -

Doch kein Viertel- oder Halbfinale vor eigenem Publikum im Falle eines Siegs im Pokal-Achtelfinale gegen Vilsbiburg – mit dieser Entscheidung des Verbands muss der USC Münster leben. Die Begegnungen sollen an einem Ort stattfinden. Verständnis hierfür bringen die Grün-Weißen auf.

Donnerstag, 05.11.2020, 14:00 Uhr aktualisiert: 05.11.2020, 16:59 Uhr
Selbst wenn USC-Kapitänin Barbara Wezorke ihren Club am Samstag ins Viertelfinale schmettern sollte, wird es kein weiteres Pokalspiel am Berg Fidel geben.
Selbst wenn USC-Kapitänin Barbara Wezorke ihren Club am Samstag ins Viertelfinale schmettern sollte, wird es kein weiteres Pokalspiel am Berg Fidel geben. Foto: Jürgen Peperhowe

Mit einer Portion Enttäuschung, aber zugleich der angebrachten Einsicht in die Notwendigkeit dieser pandemiebedingten Änderung registrierte der USC Münster die sehr kurzfristig vorgenommene Pokalmodus-Modifizierung.

Nach dem Achtelfinalduell am Sonntag (14.30 Uhr) in Berg Fidel gegen die Roten Raben Vilsbiburg geht es nur noch auswärts statt wie ausgelost daheim weiter – im Erfolgsfall, versteht sich.

Der deutsche Verband und die Teams einigten sich angesichts der grassierenden Planungsunsicherheiten auf eine Wettbewerbsstraffung. Nun werden am 18. November (mittwochs) je zwei Viertelfinals in Stuttgart – eines mit dem Sieger aus der münsterischen Partie, der auf Potsdam trifft – sowie Schwerin gespielt. Tags darauf kommen die dann feststehenden Halbfinals an eben diesen Schauplätzen zur Austragung. Der Verband ermittelt also vier Wochen früher als geplant die Finalisten, die am 28. Februar 2021 in der Mannheimer SAP-Arena auflaufen sollen.

Bergmann: „Ein Spiegelbild“

Bitter für die Unabhängigen ist der mögliche Verlust des zuvor zugelosten Heimrechts im Viertel- sowie Halbfinale. USC-Sportchef Ralph Bergmann („Das ist ein Spiegelbild dessen, was Corona gerade alles macht mit dem Sport“) sieht den Pokalcharakter so etwas verloren gehen. „Heimspiele sind immer besser, aber ich kann auch die Liga verstehen. Die will halt ein fertiges Pokalfinale haben, damit das dann auch auf jeden Fall gespielt werden kann“, sagt Bergmann.

Ungeklärt ist die Frage nach einer finanziellen Unterstützung für jene Clubs, die auf die Schnelle die neu angesetzten Auswärtsfahrten planen und Reise wie Übernachtungskosten stemmen müssen. Bergmann: „Ich denke schon, dass sich die Liga da etwas einfallen lassen wird.“

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