Volleyball: 3. Liga Frauen
Patrick Fielker erstellt beim USC Konzepte und coacht nicht nur Talente

Münster -

Patrick Fielker kam im Sommer mit großen Ambitionen und viel Vorfreude zum Berg Fidel. Er trainiert nicht nur die zweite Mannschaft beim USC Münster, sondern tut sich auch als Coach und Koordinator im Nachwuchsbereich hervor.

Donnerstag, 05.11.2020, 23:01 Uhr aktualisiert: 06.11.2020, 12:40 Uhr
Patrick Fielker coacht unter anderem die Drittliga-Zweite des USC, aber nicht nur diese. Mittelfristig stellt er ein Konzept für die konsequente Nachwuchsarbeit auf.
Patrick Fielker coacht unter anderem die Drittliga-Zweite des USC, aber nicht nur diese. Mittelfristig stellt er ein Konzept für die konsequente Nachwuchsarbeit auf. Foto: Wilfried Hiegemann

Das Stellengesuch des USC Münster entfachte direkt sein Interesse – passte die gebotene Chance doch bestens zu den eigenen Ambitionen. Weil Patrick Fielker (31) beim Gespräch mit Clubchef Martin Gesigora und Ute Zahlten (Vorsitzende des Jugendausschusses) in Münster überzeugte und selbst angetan war, unterschrieb er für zwei Jahre bei den unabhängigen Volleyballerinnen. Als hauptamtlichen Jugendtrainer.

Den einzustellen, ist Pflicht für den Erstbundesligisten, der nach dem Ausscheiden von Dauerbrenner Axel Büring die wegweisende Stelle neu zu besetzen hatte. „Ich wollte gern zu einem Erstligisten und auf der höherklassigen Ebene dazulernen. Ich denke, hier habe ich mehr Möglichkeiten“, sagt der gebürtige Augsburger Fielker, der zuvor im saarländischen Heusweiler mit Frauen-Zweitligist TV Holz erfolgreich war und dem Club ein Nachwuchskonzept verpasste. Und das gleich auf der ersten hauptamtlichen Stelle, die er nach seinem in München absolvierten Studium der Sportwissenschaft besetzte.

Immer neugierig

Mehr als doppelgleisig ist er auch in Münster unterwegs – als Chef der Jugendarbeit, als Nachwuchscoach und als Trainer der nicht nur jugendlich besetzten USC-Zweiten in der 3. Liga. „Ich genieße es sehr, hier am Berg Fidel auf die Profitrainer zu treffen, mir etwas abzugucken und Erfahrungen auszutauschen“, sagt Fielker, der immer neugierig bleibt, auch wenn er seinen Stil bereits entwickelt hat.

Der Nachwuchsbereich von U 12 bis U 20 freut sich über ungebremsten Zulauf. Weitere Trainer wie Trainerinnen müssen her. Fielker arbeitet sich in die vorhandenen Strukturen ein, um dann konzeptionell ans Werk gehen zu können. „Im ersten Jahr geht es darum den Überblick zu bekommen, mir alles anzusehen und dann auszuwerten.“ Steht das Paket, wird er Leitbilder aufsetzen, die zum Beispiel die Art und Weise des Trainings bestimmen.

„Wir müssen mit einer Sprache sprechen – auch wenn jeder Coach seine eigene Art bewahren kann. Wir brauchen eine gemeinsame Philosophie, die wir konsequent durchziehen sollten. Wir werden etwas ändern, und das wird man auch sehen können“, sagt er voller Überzeugung.

Einheitliche Linie

Wenn etwa ein U-16-Talent hoch rückt, müsse gewährleistet sein, dass es nicht im kompletten Neuland landet. „Es darf nicht sein, dass im Team A auf diese Weise und im Team B des gleichen Vereins auf ganz andere Art gearbeitet wird.“

Die Ausbildung ist seine Sache, die Vermittlung von Spielfreude steht dabei ganz oben. „Wenn die Mädels ein paar Minuten vor Trainingsbeginn in die Halle kommen, sollen sie den Ball nehmen und einfach spielen. Und genau das passiert jetzt.“ Etwas kurzfristiger soll der erste Erfolg der Zweiten her. Fielker und der Club peilen den Aufstieg an – gemäß der sicheren Annahme, ein Erstliga-Unterbau sei in Liga zwei genau richtig aufgehoben. Fielker weiß, dass ein umkämpftes Rennen ansteht: „Unser Anspruch ist da, aber er darf nicht in Druck ausarten. Wir spielen mit einem bewusst breit aufgestellten Kader in einer starken Klasse.“

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