Volleyball: Bundesliga Frauen
USC-Sportchef Bergmann im Interview: „Das Geld ist gut angelegt“

Münster -

Die neuen Pläne der VBL kommen natürlich auch am Berg Fidel an. Der USC Münster steht den Ideen der Liga positiv gegenüber, wie Sportchef Ralph Bergmann im Interview erklärt. Der „Dino“ befindet sich wirtschaftlich im Mittelfeld.

Donnerstag, 12.11.2020, 16:00 Uhr aktualisiert: 12.11.2020, 16:50 Uhr
Sportchef des USC Münster: Ralph Bergmann
Sportchef des USC Münster: Ralph Bergmann Foto: imago-images

Die Volleyball-Bundesliga plant die Zukunft und stellt sich dafür neu auf. Mit einer Aufstockung des Feldes schon zur nächsten Spielzeit möchte die Liga mehr Wettbewerb, mehr Präsenz und natürlich einen Mehrwert für die Sponsoren schaffen. Dafür geben auch die aktuellen Erstligisten Geld aus. Unser Redaktionsmitglied Wilfried Sprenger sprach mit Ralph Bergmann, Sportlicher Leiter des USC Münster.

 

Wie steht der USC zum ­gemeinsamen Vorhaben?

Bergmann: Grundsätzlich positiv. Es macht Sinn, den Leuten mehr Volleyball zu bieten. Wir sind der wichtigste und erfolgreichste Frauen-Mannschaftssport in Deutschland. Diese Position wollen wir festigen. Mehr Mannschaften bedeutet mehr Spiele. Und mehr Spiele mehr Präsenz.

Um die Liga aufzustocken, nehmen die Vereine Geld in die Hand ...

Bergmann: Tatsächlich gibt es Konsens darüber, dass alle in einen Topf einzahlen. Das ist ein Zeichen von Solidarität.

Wie hoch ist der Beitrag des USC Münster?

Bergmann: Dazu werde ich nichts sagen. Aber das, was vereinbart wurde, ist moderat. Das Geld ist gut ­angelegt.

Und ist in der Beitragsstruktur offenbar gestaffelt. Münster soll weniger als Clubs wie Stuttgart und Schwerin entrichten, aber mehr als Erfurt und Suhl ...

Bergmann: Wir liegen im Mittelfeld, so viel kann ich sagen.

Warum ist die Anschubhilfe für die Neuen so wichtig?

Bergmann: Es gab ja immer Clubs, die aufsteigen wollten, aber nicht wussten, was zu tun war. Oder sich auf das Ehrenamt verlassen wollten. Das funktioniert aber nicht. In der ersten Liga braucht es sofort Haupt­amtlichkeit. Auch für die ­Akquise neuer Sponsoren. Das leistet keiner nebenbei. Da setzt unsere Unterstützung an.

Mehr Mannschaften, mehr Spieltage – geht das überhaupt angesichts des jetzt schon kurz getakteten Kalenders?

Bergmann: Leider stecken wir Volleyballer im Klammergriff des Weltverbandes, der uns nur wenige Monate für die Austragung einer Saison lässt. Bei einer Vergrößerung des Feldes werden wir öfter auch in der Woche spielen müssen. Andererseits dürfen wir im Verbund mit anderen Nationen nicht nachlassen, den Weltverband aufzufordern, uns mehr Zeit einzuräumen.

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